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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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1. Drachenboottauziehen feiert in Plauen Premiere
Paddelbruch und aufgeschäumtes Wasser
Plauen – Noch ist das Vogtlandmeer hier und da von einer dünnen Eisschicht bedeckt. Doch die Mitglieder des 1. Vogtländischen Drachenbootclubs Pöhl müssen deshalb nicht mehr länger auf ihre feuchten Vergnügen verzichten.
Kurzerhand wuchteten die Clubmitglieder am Samstag eines der 12,50 Meter langen Drachenboote in eines der 25-Meter-Schwimmbecken des städtischen Hallenbades und veranstalteten mit befreundeten Sportclubs dort erstmals ein Drachenboottauziehen.
„Eigentlich ist es ja eher ein Schieben mittels Paddel“, stellte Vereinsvorstand Ralf Hähnel klar. Doch egal wie man es nennt – Spaß, Spannung und Unterhaltung waren inklusive. Neben den Lokalmatadoren nahmen mit dem Kraftsportverein Stöckigt, dem SV 04 Oberlosa, dem Faltbootclub Hof und einer gemischten Staffel aus Altensalz vier weitere Teams am Wettstreit teil. „Wir hatten mit mehr Teilnehmern gerechnet“, so Hähnel. Doch Enttäuschung machte sich deshalb nicht breit. Schließlich war es die Indoor-Premiere. Lediglich das zweite angekarrte Kanu wurde nicht benötigt und verblieb gleich im Freien. Jede Mannschaft trat mit je einem Sechs-Mann-Team gegen jeden an. Während die Teams mit höchster Schlagfrequenz jeweils nach links oder rechts ruderten, musste das Drachenboot nur um 75 Zentimeter auf die eine oder andere Seite gezogen werden. Nur wenige Sekunden dauerte es daher, die einzelnen Sätze auszupaddeln.
Ähnlich wie beim Tennis, galt es drei Gewinnsätze einzufahren – und das gelang in allen Fällen zu hundert Prozent. Alle Sieger verbuchten je drei Siegsätze in Folge, nicht einer brauchte einen vierten oder gar fünften Anlauf zum Gewinn. Am Ende hatten es die Stöckigter in der Hand, den Wettbewerb zu entscheiden. Wäre ihnen ein Sieg gegen die Hofer Truppe gelungen, hätte es drei punktgleiche Mannschaften an der Spitze und zusätzliche Entscheidungskämpfe gegeben. Doch das ließen die Hofer „Tauzieher“ nicht zu. Sie schlugen Stöckigt, hatten am Ende schließlich die Nase vor den Oberlosaern und den Stöckigtern vorn.
Annähernd so viele Zuschauer wie Akteure hatten auf der Tribüne Platz genommen, ihre jeweiligen Favoriten anzufeuern. Unten kämpften die Männer und Frauen in spannenden Kämpfen mit größter Kraftanstrengung, ein Paddelbruch inklusive. Nach jedem Durchgang galt es, das Wasser wieder aus dem Boot zu schöpfen. Und – keiner ging beim Paddeln baden. Die nächsten Höhepunkte: Vom 20. Bis 22. August findet der 2. Elstercup im Drachenbootsport statt. Für den 24. Und 25. Juli lädt der Hofer Club zur 3. Untreusee-Drachenbootregatta nach Hof ein. mam
2010-03-22
Kommentar zu 1. Drachenboottauziehen feiert in Plauen Premiere?
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