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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Ministerpräsident Tillich macht der Enka Mut

Elster1Plauen – In 30 Tagen wird in Sachsen ein neuer Landtag gewählt. Der große Wahlkampfzirkus hat längst auch im Vogtland begonnen.

 

In den nächsten Wochen bereisen zahlreiche prominente Politiker die Region. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel kommen auch Franz Müntefering, Claudia Roth und Gregor Gysi, um auf Stimmenfang zu gehen.


 Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) war gestern bereits schon einmal da. Der Landesvorsitzende der Sächsischen Union begab sich auf Wandertour durch das Vogtland. Im Auge hatte Tillich ein kurzes Stück auf dem Vogtland-Panoramaweg. Vom Bahnhof in Jocketa ging es auf seinem Kurztrip über die Elstertalbrücke bis zur Ausflugsgaststätte Pfaffenmühle.


Seine Stippvisite durch das Elstertal wurde von zahlreichen Wanderfreunden begleitet, darunter auch den vogtländischen Wegewarten. Tillich legte rund vier Kilometer auf seiner eher symbolischen Wanderung auf dem Vogtland-Panorama weg zurück. Dabei kam er unter anderem mit Landrat Tassilo Lenk und der Marketingleiterin des Tourismusverbandes Vogtland, Bärbel Borchert, ins Gespräch. Den beiden ging es um die Unterstützung eines Regionen übergreifenden Tourismusprojektes.


Das Vogtland soll mit seinen vielen Wanderrouten, die zum Teil zertifiziert sind, sich weiter zu einer bedeutenden Wanderregion in Deutschland entwickeln. Dazu wird unter anderem auch mit Tourismuspartnern im Thüringer Vogtland zusammengearbeitet. Ebenfalls die Chance, innerhalb des Spaziergangs mit Tillich ins Gespräch zu kommen, bekam Klaus Wirth. Der Betriebsrats-Chef der Enka Elsterberg erläuterte dem Regierungschef die aktuelle Problematik im Werk. Tillich machte den Elsterbergern Mut und sagte, sie sollen das Insolvenzverfahren als Chance sehen, um die Produktion eventuell fortzuführen, so Wirth gegenüber dem Vogtland-Anzeiger.


In der nächsten Woche soll es ein entscheidendes Treffen zwischen dem Insolvenzverwalter Marcus Winkler und Vertretern des Wirtschaftsministeriums in Dresden geben. Klaus Wirth hatte eher zufällig davon erfahren, dass der Ministerpräsident im Vogtland sei. Spontan fuhr er mit einigen Kollegen nach Jocketa. Diese haben nach der Wanderung in der Pfaffenmühle auch noch einmal mit Plakaten auf ihre Situation aufmerksam gemacht. Im Anschluss nahm sich der Regierungschef Zeit für ein kühles Bier.

 

Musikalisch geboten bekam der Minister dazu typisch vogtländische Volksmusik von der Jocketaer Sängergruppe „De Gockeschen“. Erfreut über den hohen Besuch zeigten sich auch die Betreiber der Pfaffenmühle. „Gerne hätten wir noch etwas Vogtländisches gekocht für Herrn Tillich, aber die Zeit erlaubte es nicht“, so Giesela Jahnsmüller. Gegen 19 Uhr sollte Tillich bereits in Stollberg sein, da saß er aber noch in der Pfaffenmühle. Als Geschenk bekam er hausgemachte Knacker mit auf den Weg. mar

 

2009-07-30




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