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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Tierischer Besuch aus Florida
Treuen – Seltener Besuch verirrt sich nach Treuen: Nicht schlecht staunte am Montagvormittag ein Gartenbesitzer in der Lessingstraße. Nach Polizeiangaben hatte es sich eine etwa 150 Zentimeter große rot-braune Schlange in dem Grundstück bequem gemacht.
Das stattliche Exemplar entpuppte sich recht schnell als Kornnatter, sagt Robby Eismann, Inhaber der Treuener Reptilienoase, der das Tier 40 Zentimeter kleiner schätzt.
Seine Frau Katrin hatte die Natter fachgerecht eingefangen. Dass die Polizei an seiner Tür klingelt, wenn es sich um außergewöhnliche Schlangenfunde handelt, ist keine Seltenheit – vor allem nicht in diesem Jahr. „Rund ein Dutzend Mal musste er dieses Jahr bereits ausrücken, wenn es um (überdimensionale) Ringelnattern oder Kreuzottern ging.
Immer mehr Vogtländer verschönern ihre Gärten mit Teichen – inklusive Fischen, Fröschen und Kröten. „Ihr natürliches Habitat zieht eben die Ringelnattern an. Eine Tendenz bereits der vergangenen Jahre“, sagt Eismann. Auch eine Kornnatter hat er 2009 schon einmal eingefangen – in Auerbach. Die Schlange war ihrem Besitzer ausgebüxt.
Das vermutet Eismann auch in diesem Fall. „Wir haben schon vergeblich überlegt, wer in Treuen eine solche Schlange hat“, so Eismann. Die Kornnatter fühlt sich derzeit in Eismanns Terrarium wohl. Wer eine solche vermisst, könne sich in der Reptilienoase in der Treuener Bahnhofstraße melden. Er müsse allerdings auch beweisen, dass er der rechtmäßige Besitzer ist.
Die ungiftigen Kornnattern sind übrigens eigentlich in den Südstaaten der USA beheimatet. Ihre Beute tötet die Schlangenart durch Würgen – mit Vorliebe Mäuse und Ratten. Wird das Tier bedroht, flüchtet es im Regelfall. Und selbst, wenn die Schlange doch mal zubeißt, ist das laut Eismann kein Problem – „dann blutet es vielleicht ein wenig, und damit ist es gut“. M. W
2009-09-09
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