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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Weischlitzer geben bei Motorrad-Grand-Prix Vollgas

040511 MotorsportWeischlitz – Die Vogtländer geben Vollgas: Im Juli, beim Motorrad-Grand-Prix am Sachsenring, soll ein Werksteam aus Weischlitz starten. Das ist das Ziel der dort ansässigen IAMT, der Ingenieurgesellschaft für Allgemeine Maschinentechnik.

 

Die Geschwindigkeit des IAMT-Engagements im Rennsportbereich entspricht dem Tempo der Rennmaschinen: 2009 begann sich das 1992 gegründete Unternehmen mit Motorrädern zu beschäftigen – nach dem Motto: Nur wer wächst, bleibt erfolgreich. „Eigentlich wollten wir nur Rahmen und Schwinge für Rennmaschinen entwickeln und verkaufen“, sagt Pressesprecherin Diana Söll.


Doch alles sei so verheißungsvoll verlaufen, dass IAMT Ende 2010 zwei Läufe der renommierten spanischen Motorradmeisterschaft mitgemacht habe – mit zwei Maschinen und sehr erfolgreich. „Mit zwei Nachwuchsfahrern, zwei Rennen und immer Top-20-Platzierungen hatten wir mehr Punkte als manche Teams, die an der ganzen Saison teilnahmen“, sagt Frau Söll.


Jedenfalls hat IAMT jetzt „Blut geleckt“ – und ein eigenes Rennteam auf die Beine gestellt, das „IAMT Factory Team“ mit den Rennfahrern Lukas Pesek („viel Erfahrung in der 125er Klasse“) aus Tschechien und Toni Wirsing aus Chemnitz („unser Fahrer aus der Region), mit Mechanikern, Betreuern und einem speziellen Lkw als Renntruck, der als Hotel, Werkstatt und Transporter dient. „Unsere Maschinen bestehen aus eigenen und zugekauften Komponenten. Die Strategie von unserem technischem Leiter und Team-Chef Udo Albinus hat sich bewährt, bei den Mitarbeitern auf Studenten zu setzen“, sagt Frau Söll. „Unser Chefmechaniker Sebastian Rödel wohnt in Rodersdorf und studiert noch in Zwickau.“


Beim nächsten Rennen am kommenden Wochenende (und den folgenden) um die spanische Meisterschaft hoffen die Weischlitzer auf gute Platzierungen. Frau Söll zufolge ist ein Start beim Grand Prix auf dem Sachsenring am 17. Juli geplant und beim WM-Rennen in Brünn. In Deutschland und in Tschechien (mit dem Fahrer aus Prag) könne IAMT prima für sich werben – „dass wir das Geschäft auch auf diesem Gebiet beherrschen“, wie Frau Söll sagt.


Im Kerngeschäft ist das offensichtlich der Fall, wenn man weiß, das 90 Prozent der 130 IAMT-Mitarbeiter Ingenieure sind, die Fahrwerke für alle namhaften deutschen Autohersteller entwickeln. „Wir kümmern uns um all die Teile, die man sieht, wenn das Auto auf der Hebebühne steht“, erklärt Frau Söll. Nach ihren Angaben gehört IAMT zu der Handvoll Unternehmen in Deutschland, die auf dieser Strecke tätig sind. Das Unternehmen wurde 1992 gegründet von Professor Michael Ketting und Christoph Pietzsch. Während Ketting als Gesellschafter dem Unternehmen verbunden ist, leitet Pietzsch gemeinsam mit Volker Treichel als Geschäftsführer die Geschicke der Firma.    ufa

 

2011-05-03




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