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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Skisport in Schöneck wichtiger Wirtschaftsfaktor

SchneegebieteSchöneck/Klingenthal – Am Wochenende Ski Alpin? Zu weit, zu teuer, zu stressig. Die Hälfte der Zeit steht man sowieso im Stau. Wer die ganz großen Abfahrten in den Alpen im Sinn hat, wird um derlei Misslichkeiten kaum herum kommen. Aber Goethe hatte schon recht: Warum in die Ferne schweifen?

 

Das Vogtland hat zahlreiche kleine und sogar ein paar größere Skiparadiese, die viele Wintersportler wegen kurzer Anfahrtswege und günstiger Preise schätzen. Schöneck, Erlbach, Klingenthal: Geballt liegen die großen Skizentren der Region nebeneinander und sie profitieren voneinander. Die Skiwelt Schöneck ist das Nonplusultra im Vogtland, was den alpinen Wintersport angeht. Mehr als fünf Millionen Euro hat die Stadt für die Skiwelt ausgegeben. Eine Investition für die Zukunft. Die ersten beiden Jahre waren finanziell eine Katastrophe für Schöneck. „Der letzte Winter hat dann schon entschädigt, der war gut“, so Thomas Jentsch, Geschäftsführer der Dienstleistungs- und Tourismus GmbH Schöneck. Heute geht es los. Die Saison beginnt. Der kleine Skilift am Schießhausberg öffnet von 9 bis 21 Uhr.

 

Ab ersten Weihnachtsfeiertag soll sich auch die Skischaukel drehen. Dann könnte auch das dicke Geschäft kommen. Läuft es nach Wunsch der Schönecker, soll die Skisaison bis zu Ostern – das erste April-Wochenende – andauern. „Enorm wichtig“, so Jentzsch, sei der alpine Skisport für Schöneck und das gesamte Vogtland. Er ist ein Wirtschaftszweig. Bei einem sehr guten Winter werden fast 40 Prozent der Touristen in den vier Monaten zwischen Dezember und März angelockt. „50 000 Gäste wünschen wir uns für die Skiwelt in dieser Saison“, hofft Jentsch. Im Vorjahr waren es 41 000. Das sorgt natürlich auch für eine gute Auslastung bei den Hotels und Pensionen rund um das Dach des Vogtlandes. „Derzeit sind die Hotels voll ausgelastet. Wichtig wird sein, dass die Großwetterlage so bleibt und auch im Januar viele Touristen kommen. Schon dann können wir von einem guten Winter sprechen“, so der Geschäftsführer. Der Februar mit den Winterferien in ganz Deutschland ist meist ohnehin ein Selbstläufer. Da kommen die Touristen in Strömen.


Und denen müssen die Schönecker etwas bieten. Erstklassige Pistenpflege, Flutlicht, berührungslose Kartensysteme, professionelle Skischulen, preiswerte Parkmöglichkeiten und den Transfer. Und da hat Schöneck ein dickes Plus, nämlich einen eigenen Bahnhof für die Skiwelt und den Skizug. Bequemer geht's nicht: Auch in der Saison 2009/2010 wird wieder der Skizug Gäste aus Leipzig direkt in die Skiwelt Schöneck bringen. Der Skizug verkehrt als Direktverbindung zwischen dem Leipziger Hauptbahnhof und dem Haltepunkt Skiwelt.


Der Zug fährt bis 27. Dezember Samstag und Sonntag. Ab 2. Januar bis zum 27. Februar verkehrt der Zug nur noch samstags. Über Crimmitschau, Wedau und Reichenbach fährt der Zug ins Vogtland. 7.27 Uhr ist Abfahrt auf dem Leipziger Hauptbahnhof, 9.58 Uhr ist er in Schöneck. 18.01 Uhr geht es zurück in die Messestadt.

 

Von Thomas Nahrendorf

 

2009-12-19




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