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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Poller sollen in Plauen Unfallschwerpunkt entschärfen
Nach zahlreichen Schilder-Kombinationen soll Straße nun gesperrt werden
Plauen – Geteilte Meinungen gibt es derzeit zur endgültigen Schließung des August-Bebel-Hain am Krankenhaus in Plauen. Seitens der Straßenverkehrsbehörde der Stadt sei die Schließung durchaus begründet, so Evelyn Schramm.
Seit 2000 seien dort jede Menge Auffahrunfälle passiert. Die Zahl reichen rückblickend bis 2001 von acht bis 23 pro Jahr.
Seit 2004 habe es deshalb Überlegungen hinsichtlich einer Sperrung gegeben. Trotzdem seien immer wieder Varianten zur Erhaltung gesucht worden. Alle möglichen Schilder-Kombinationen seien aufgestellt, Linien verändert, deutlicher gezeichnet und sogar große Buchstaben auf den Asphalt gesprüht worden. Nach Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h, haben verstärkte Kontrollen gezeigt, dass 20 bis 30 Prozent der Fahrzeugführer sich nicht daran halten.
Im September sei die Straße durch den Bau gesperrt worden. Die sei auch Gelegenheit gewesen nachzuweisen, ob es dadurch zu Rückstaus, neuen Unfallschwerpunkten oder anderen Problemen komme. Bei einer Ortsbegehung im November, sei jedoch festgestellt worden, dass dies nicht der Fall sei. Von Seiten der Landesdirektion wurde eine Sperrung begrüßt.
Baubürgermeister Manfred Eberwein unterstrich die Ansicht, in dem er selbst an gab, die Strecke sei auch seinen Erfahrungen zu Folge als Abkürzung ungeeignet. Klappbare Poller sollen, die ja ein ganz eigenes Thema in der Spitzenstadt sind, die Durchfahrt künftig verhindern. Der Rettungsdienst aber zum Beispiel habe Schlüssel, um die Straße nutzen zu können.
Dirk Brückner, Centermanager des Elster – und Plauen Parks gab jedoch zu bedenken, dass in der Zeit der Sperrung das ganze Gebiet nur eingeschränkt genutzt werden konnte und deshalb wohl auch der gesamte Verkehr weniger gewesen sei. So könnten doch die aktuellen Zahlen, dem sonst ,,normalen“ Betrieb nicht ganz entsprechen. Außerdem fragte er nach, wie hoch die Kosten für die Poller seien. Der Mindernutzung wurde von Seiten der Stadt entgegen gehalten, dass die Reichenbacher Straße genau so genutzt wurde, wie sonst auch, da auch die Umleitungsstrecken an der Einmündung des August-Bebel-Hain vorbeiführten. Kosten für die Poller: 200 Euro.
Von Stephanie Rössel
2010-01-15
Kommentar von _Gerd Griefer am 15.02.2010; 21:27:40 Uhr
Kommentar zu Poller sollen in Plauen Unfallschwerpunkt entschärfen
Nun, sich wegen 200€ +/- 100% aufzuregen ist lächerlich, die Instandsetzung kostet das 100fache. Aber da sag ich nur selber Schuld liebe Plauener Autofahrer, wer nicht fahren kann, muß halt mit den Konsequenzen rechnen. Für mich stehen nicht nur eigennützige Argumente im Vordergrund, sondern vielmehr logische. Dem angrenzende Park und dessen Besucher werden es zu schätzen wissen, nicht nur von Verkehrslärm umzingelt zu sein. Zudem es nicht wirklich eine abkürzung ist, wenn man 10 Autos vor sich hat. Bei den Pollern, könnte man ja eine Ausnahme machen und elektrische einbauen :-) okay 200€ aber besser als 20000,-Kommentar zu Poller sollen in Plauen Unfallschwerpunkt entschärfen?
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Kommentar von _Matthias Rudloff am 17.01.2010; 03:24:47 Uhr
Kommentar zu Poller sollen in Plauen Unfallschwerpunkt entschärfen
Ob die Straße gesperrt wird oder nicht, hat wahrscheinlich keine großen Auswirkungen auf den Verkehr. Außer vielleicht nachts, wenn man in Plauen sinnlos an Ampeln warten muss. Es zeigt aber wieder einmal den Schildbürgersinn von Behörden. Schon das Bild mit den vielen Schildern für eine 200 m lange Straße (am anderen Ende gobt es ja noch welche) spricht Bände. Meine Sorge ist nun, dass alle Plauener Straßen, auf denen Auffahrunfälle passieren gesperrt werden. Den Poller einzubauen, kostet bestimmt mehr als 200 Euro und ehe der Rettungsdienst den aufgesperrt hat, ist der Patient bereits verstorben. Also macht eine Rodelbahn aus der Straße. Da tut Ihr wenigstens etwas für die Kinder.