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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Initiative will Elstertalbrücke besser vermarkten
Jocketa – Die Elstertalbrücke bei Jocketa soll aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt werden. Zwar rollen täglich rund 100 Züge über und etwa 16 Züge unter der Brücke durch, aber von Gemeinde und Tourismusverband Pöhl wird auf die zweitgrößte Ziegelsteinbrücke der Welt nur in verschiedenen Prospekten hingewiesen.
Mit dem Blick zur großen Schwester nach Mylau gerichtet, bedauert Steffen Fischer aus Jocketa das Desinteresse – vor allem der Gemeinde. „Unsere Brücke ist landschaftlich schöner gelegen und hat bei weitem die interessantere Geschichte als die Göltzschtalbrücke“, so Fischer. Sein Plan ist es, auf dem Rastplatz unterhalb der Elstertalbrücke, Tafeln aufzustellen: Fotos und Text sollen über Bau, Zerstörung, Wiederaufbau und Gegenwart informieren. Steffen Fischer ist Initiator der Dorf-Pöhl-Tafeln an der Buswendestelle am Talsperrenblick und könnte sich einen derartigen Aufsteller auch an der Elster vorstellen. Mit ins Boot holt er sich Falk Kertscher. Der Ruppertsgrüner ist von Kindesbeinen an mit der Elstertalbrücke verbunden.
Sein Vater, Gerhard Kertscher, ehemaliger Leiter der Brückenmeisterei Plauen bei der Deutschen Reichsbahn und Investbauleiter während der Rekonstruktion von 1959 bis 1961, hinterließ seinem Sohn zahlreiche Fotos und Unterlagen aus jener Zeit. Steffen Fischer und Falk Kertscher sind sich darüber einige, dass das Brückenbauwerk im Elstertal mehr Vermarktung gebrauchen könnte. Erste Überlegungen wurden angestellt und müssen geprüft werden.
Die beiden Pöhler haben weitere Treffen vereinbart und hoffen auf rege Zuarbeit aus der Bevölkerung. „Vielleicht hat jemand Fotos vom ehemaligen Haltepunkt Röttis oder den Menschen, die die gesprengte Brücke umgehen mussten“ so Fischer. G. K.
2010-06-04
Kommentar zu Initiative will Elstertalbrücke besser vermarkten?
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