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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Händler nach vier Wochen Weihnachtsmarkt zufrieden

Weihnachtsmarkt Plauen 2009Plauen – Mit einer positiven Gesamtstimmung ist am Dienstagabend der Plauener Weihnachtsmarkt 2009 zu Ende gegangen. Seit dem 26. November lockte der größte Markt im Vogtland täglich tausende Besucher an. Genaue Zahlen gibt es aber nicht. Vor allem an den Wochenenden aber war der traditionelle Weihnachtsmarkt auf dem Altmarkt ein Publikumsmagnet.

 

Die Händler zeigten in den vier Wochen jede Menge Standvermögen und sich am letzten Tag gegenüber Vogtland-Anzeiger weitestgehend zufrieden. Von der weltweiten Krise keine Spur. Für Marktmeister Jörg Hofmann war es der erste Weihnachtsmarkt. Seit Sommer ist er im Amt. Kurz nach 20 Uhr am Dienstag schraubte er persönlich die geschnitzten Holzfiguren auf der großen Pyramide vorm Alten Rathaus ab und brachte sie in Sicherheit. „Man weiß nie, was in der Nacht passiert“, so Hofmann. Sehr zufrieden zeigte sich der neue Marktmeister nach Markt-Schluss, nur das Wetter hätte nach seiner Meinung etwas besser sein können. „Für die Händler war es ein Auf und Ab.“

 

In den 27 Tagen war alles dabei. Einer eher verregneten Woche folgte Schnee und Eiseskälte mit Temperaturen wie im Tiefkühlfach. Ein Lied davon kann Ingrid Gerisch singen. Sie stand in der Hütte der Plaback Bäckerei gegenüber dem Weihnachtsbaum. „Ich bin seit 15 Jahren hier und es war zum zweiten Mal so kalt.“ Am Samstag sind minus 18 Grad gemessen worden. Da halfen auch die mit Batterie beheizbaren Schuhsohlen kaum noch. „Aber der schöne Baum entschädigte für die Kälte“, so Ingrid Gerisch, die trotz des durchwachsenen Wetters zufrieden ist. „Es ging gut.“ Vor allem am letzten Tag sei es noch einmal gut gelaufen. „Die Renner waren unser Vogtlandstollen und die Elisenlebkuchen.“ Sehr gut ist das Resümee von Joachim Fischer. Er schenkte an zwei Ständen unter anderem Glühwein und Feuerzangenbowle aus. Nach seiner Meinung lief es sogar besser als im letzten Jahr.  Der Weihnachtsmarkt hatte in diesem Jahr länger als sonst geöffnet. 2010 will die Stadt noch einen Tag ran hängen und öffnet den Markt bereits am 25. November.


Die Öffnungszeiten bewerten die Händler unterschiedlich. Glühwein-Verkäufer sind zufrieden, während für andere Händler in der Woche eher Schluss sein könnte, hieß es. Geäußert wurde auch, dass an Freitagen bis 21 Uhr geöffnet sein könnte.  60 Händler waren in diesem Jahr vertreten. Erstmals gab es unter anderem ein Christkindl-Postamt von der österreichischen Partnerstadt Steyr. Auch bei den kulinarischen Spezialitäten gab es einiges Neues zu entdecken.

 

Von Martin Reißmann

 

2009-12-23




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