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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Ins wahre Leben schnuppern
Berufsorientierung in Sachsen bundesweit einmalig
Plauen – In dieser Woche haben vogtländische Schüler wieder die Möglichkeit, ins Berufsleben hineinzuschnuppern und sich über die verschiedenen Lehrberufe zu informieren. Bis Samstag läuft auch im Vogtland die Woche der offenen Unternehmen.
Unzählige Firmen, Institutionen, Studien- und Berufsakademien, sowie Forschungseinrichtungen beteiligen sich. Diese Art der Berufsorientierung ist bundesweit einmalig. Die Jugendlichen ab der 7. Klasse besuchen in der Aktionswoche verschiedene Unternehmen und sammeln Hintergrundwissen zu den einzelnen Berufen. Dabei können sich die Teenager ausprobieren, kommen ins Gespräch mit Mitarbeitern und testen so, welcher Beruf zu ihnen passt.
„Die Woche der offenen Unternehmen bietet Vorteile für beide Seiten“, sagt Staatsminister Sven Morlok (FDP). „Die Jugendlichen erhalten erste Einblicke in den Arbeitsalltag und sind sicherer bei der Wahl ihrer Ausbildung. Die Unternehmen und Institutionen können ihre zukünftigen Fachkräfte kennen lernen und für ihre Berufsbilder werben.“
Zu den beteiligten Unternehmen gehört auch Sachsendruck in Plauen. In diesem Jahr stellt die Großdruckerei acht Auszubildende ein, sagt Personalleiterin Verena Eigenwillig. Sie führte am Montag Schüler aus Mittelschulen in Plauen, Adorf und Bad Elster durch die Produktion und erläuterte unter anderem die Voraussetzungen für eine Bewerbung. „Wichtig sind die Kopfnoten“, so Eigenwillig. Sachsendruck bildet in Plauen die Berufe Drucker, Buchbinder, Industriekaufmann und Bürokaufmann aus. Die Mehrheit der Jugendlichen, die am Firmenbesuch sich beteiligt hatten, wussten noch nicht, was sie lernen oder in welche Richtung sie später gehen möchten. mar
Service:
2010-03-15
Kommentar zu Ins wahre Leben schnuppern?
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