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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Tatort Vogtland: Metall-Dieben auf der Spur
Die Metall-Diebe im Vogtland werden immer dreister - aber die Polizei ist ihnen auf der Spur. 32 Verdächtige wurden vernommen.
Auerbach - Nach Angaben von Kriminalhauptkommissar Holger Dieg ereigneten sich seit Januar im Revierbereich Auerbach, hauptsächlich entlang der Achse Falkenstein und Rodewisch, 190 Buntmetalldiebstähle. "Ein Großteil der Tatverdächtigen sind drogenabhängige Jugendliche zwischen 20 und 35 Jahren, ohne große soziale Bindung und ohne Arbeit", sagte Dieg gestern bei einem Pressegespräch.
Mit den gestohlenen Dachrinnen, Fensterblechen, Kupferrohren und -kabeln finanzierten die Verdächtigen ihren Drogenkonsum. Denn für das Kilogramm Kupfer gibt es beim Schrotthändler mittlerweile vier Euro. Hebt man dann einen Rucksack mit zehn bis zwanzig Kilogramm an, weiß man, wie schnell da ein Hunderter zusammenkommt. Und die Diebe gehen immer dreister vor. Sie scheuen sich nicht, ganze Häuser unter Wasser zu setzen, nur um an Heizungsrohre und dergleichen zu kommen.
"Selbst vor Gasheizungen und stromführenden Kabeln machen sie nicht Halt", berichtet Dieg. "Doch am Ende müssen wir jede Tat jedem Tatverdächtigen nachweisen können, bevor eine Strafe verhängt werden kann." Die Polizei wünscht sich noch mehr Aufmerksamkeit der Vogtländer, auch die Schrotthändler haben man sensibilisiert. pdk
2011-12-09
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