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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Talsperren locken Ausflügler
Plauen – Obwohl gestern das Wetter nicht gerade zum Wandern einlud, verzeichneten die vogtländischen Talsperren am Sonntag trotzdem ein verstärktes Besucheraufkommen. Der Grund: Der 22. März ist der Internationale Tag des Wassers. Aus diesem Anlass konnten im Freistaat Sachsen insgesamt 20 Talsperren besichtigt werden. Im Vogtland luden in der Zeit von 9 bis 15 Uhr die Talsperren Pöhl, Dröda, Werda und Muldenberg ein.
An die größte Talsperre im Vogtland, an die Pöhl, kamen insgesamt 360 Besucher. In den Vorjahren war es zu solchen Anlässen 120 bis maximal 200. Staumeister Uwe Demmrisch führte allerdings nicht nur eine Strichliste. Vielmehr hatten er und sein Team, an der Talsperre arbeiten insgesamt vier Beschäftigte, sich gut auf den gestrigen Tag vorbereitet. Im Gebäude der Talsperrenverwaltung befindet sich seit längerem ein Informationsbereich. Dort können sich Interessierte über das gesamte Talsperrensystem schlau machen, nach Voranmeldung auch zu Werktagen. So gehören zur Pöhl (Hauptsperre) zwei Vorsperren. In Thoßfell wird die Trieb angestaut und in Neuensalz der Rabenbach. Die Schautafeln geben zudem Auskunft über die Geschichte, den Bau, die Sanierungen, die Aufgaben, die Vorsperren und weitere Talsperrensysteme im Freistaat. Die Talsperre Pöhl wurde von 1958 bis 1964 errichtet. In den Jahren 1995/1996 erfolgte eine Sanierung der Mauerkrone. Weiterhin beantworteten der Talsperrenmeister und seine Mitarbeiter die Fragen der Besucher. Ein Videofilm über die Talsperre fand ebenfalls großes Interesse.
Zurzeit wird der Wasserstand der Pöhl abgesenkt, wie von Uwe Demmrich zu erfahren war. Der Grund sind geplante Brückenbauarbeiten (in Verantwortung des Straßenbauamtes) an der Vorsperre Thoßfell.
Der Einlaufbereich der Vorsperre ist ein Vogelbrutgebiet und schutzbedürftig. Damit die Wasservögel später nicht beim Brüten gestört werden, wird bereits jetzt das Wasser der Pöhl um 2,5 Meter und bis zum Baustart um insgesamt vier Meter abgesenkt.
Damit bauen die Wasserbrüter ihre Nester nicht im Absenkungsbereich, so Demmrich. Allein vom Samstag zum Sonntag sank der Wasserstand der Pöhl um acht Zentimeter. Der Wasserspiegel in der Vorsperre wird bis zum Baustart um fünf Meter reduziert.
Durch das Absenken des Wasserspiegels wird die Schlosshalbinsel wieder aus der Versenkung auftauchen. Allerdings nicht so stark wie im Trockenjahr 2000. Damals waren sogar alte Grundmauern zu sehen, erinnert sich Demmrich. Aktuell befinden sich noch rund 51, 8 Millionen Kubikmeter Wasser in der Pöhl.
Trotz der Fülle an Informationen waren einige Besucher enttäuscht. So wurden seit dem Terroranschlag in New York die Sicherheitsmaßnahmen verschärft – auch an den sächsischen Talsperren. Das Besichtigen der Staumauern von innen ist damit leider nicht mehr möglich, wie Uwe Demmrich erklärte. -schin
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