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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Talsperre Pirk | Wasser für Stausee auf Vormarsch

Talsperre Pirk Oelsnitz – Kann man an der Talsperre Pirk mit einer Restsaison für Badelustige und Sportler rechnen? Die Sedimentberäumung an der Vorsperre ist abgeschlossen gibt Britta Andreas Auskunft, die Sprecherin der Landestalsperrenverwaltung in Pirna.

 

Ab Ende dieser Woche werde auch das Wasser in der Hauptsperre wieder gestaut. Zuvor müssen dort noch Arbeiten an der wassertechnischen Ausrüstung abgeschlossen werden. In der Vorsperre ist der Füllstand von rund einer Million Kubikmeter Wasser bereits erreicht, gibt Staumeister Rainer Degenkolb Auskunft. Das Wasser schwappt über die Zwischenstaumauer. Wie lange es dauern wird, bis auch die Hauptsperre wieder gefüllt ist, dazu äußert er sich vorsichtig. Das hänge von den Niederschlagsmengen ab.

 

Falls es in den kommenden Wochen viel regnet, könnte die Sperre in fünf bis sechs Wochen angestaut sein. Doch selbst die reichlichen Niederschläge der vergangenen Wochen bewirkten nur einen flachen Zulauf durch die Weiße Elster, weil die Vegetation viel Wasser aufnimmt. Um den Betriebsstau von neun Millionen Kubikmeter Wasser zu erreichen sind noch weitere sieben Millionen Kubikmeter nötig – etwa eine Million Kubikmeter Wasser waren während der Sedimentberäumung in der Hauptsperre verblieben, erklärt Degenkolb.

 

Rechnet man den Hochwasserschutz hinzu, so könne die Talsperre Pirk insgesamt zehn Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen. Zum Abschluss der umfangreichen Arbeiten an der Vorsperre und an der Hauptsperrmauer, wo die Betonsanierung an der Wasserseite lief, wird gefeiert. Am Mittwoch, 22. Juli, wird Frank Kupfer, der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft an der Talsperre erwartet, gibt Betriebsteilleiterin Anja Lorenz Auskunft.

 

Der Festakt in Höhe der Staumauer an der Bahnseite beginnt 10 Uhr. Gedacht wird dabei auch des 70. Jahrestags des Stausees, der 1939 in Betrieb ging. Bauzeit war von 1935 bis 1938. Die Betongewichtsstaumauer mit Bruchsteinverblendung entstand 1937. R.W.

 

2009-07-02




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