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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Stadtstrand Plauen teurer als geplant

150510 Stadtstrand-MittePlauen – Nahezu Tag und Nacht wird derzeit unter und neben der Alten Elsterbrücke in der Plauener Innenstadt gebaut. Dort soll am kommenden Samstag Plauens erster Stadtstrand eröffnet werden. Auch viele Schaulustige zieht die Baustelle derzeit täglich an.


Der so genannte „Stadtstrand-Mitte“ besteht neben tonnenweise Sand, vielen Liegestühlen und Strandkörben aus Sylt, unter anderem auch aus einem riesigen Biergarten, der von der Syra, dem Mühlgraben und der Elster umgeben von Wasser und durchzogen mit Holzstegen ist. Das Angebot wird durch einen Spiel- und Volleyballplatz abgerundet.

 

Alle größeren Arbeiten sind abgeschlossen, sagt Stev Hemmerling von der     Number One Event GmbH, die Bauherr und künftiger Betreiber ist. „Lange hat es gedauert, bis man etwas sieht. Aber jetzt geht es sichtlich voran. Der Pavillon, das Küchenhaus und Toilettenhaus stehen bereits“, so Hemmerling. Komplett neu gemacht wurde auch die Uferböschung, immer mit Abstimmung aller zuständigen Behörden, sagt Kati Meister vom Plauener Architekturbüro Meister Plan. Das Büro plante den Stadtstrand und „kämpfte sich durch den Behördendschungel“. Die zur Befestigung eingesetzten großen Sandsteine stammen aus Straßberg und waren zuvor in der sanierten Eisenbahnbrücke verbaut. Die Steine bieten die Möglichkeit, sich direkt am Ufer der Elster aufzuhalten und auch einmal die Füssen ins Wasser zu tauchen.

 

Was noch fehlt, sind 250 Tonnen Sand, die im laufe der Woche angeliefert werden sollen. Das Projekt an der Elster ist teurer geworden als anfänglich geplant. „Die Mehrkosten liegen bei rund 25 bis 30 Prozent“, sagt Mitbetreiber Uwe Seidel. Durch die Mehrausgaben sei aber vor allem eine Qualitätserhöhung erreicht worden. „Es wurden einfach mehr Leistungen ausgeführt, die so vorher nicht geplant waren.“ Dazu gehören unter anderem die Sandsteine, sagt Seidel. Der Stadtstrand ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Die Bögen der Elsterbrücke bilden die Verbindung. Biergarten auf der einen, Liegeflächen und Spielplatz auf der anderen Seite.

 

Um etwa fünf Tage zurück geworfen wurden die Bauarbeiten durch Vandalen. Die noch Unbekannten richteten in einer Nacht Schaden in Höhe von mehreren tausend Euro an, zerstachen Reifen und warfen unter anderem Werzeug und Geräte in die Elster. Die Polizei ermittelt. Die Eröffnung kann kommen, sagt Stev Hemmerling: „Es wird am Samstag das erste Bier fließen.“ Die offizielle Eröffnungsparty steigt ab 18 Uhr. Bekannte DJs werden für die Musik sorgen und zudem wird das Finale der UEFA Champions League übertragen. Am Sonntagnachmittag werden dann bekannte DJs Strandmusik á la Cafe del Mar zum Besten geben.

 

Von Martin Reißmann

 

2010-05-17




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