Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...

Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Schwibbogen erhellt Kauschwitzer Mitte

Schwibbogen Kauschwitz – Parallel zur Eröffnung des Plauener Weihnachtsmarkts besitzt auch der Ortsteil Kauschwitz ein neues Highlight. Ein hölzerner Schwibbogen erleuchtet seit Donnerstag den Dorfplatz am Rittergut und vor der Kirche.

Erbauer des weihnachtlichen Schmucks ist Manfred Schmidt. In nur dreiwöchiger Arbeit hat der Ur-Kauschwitzer den Schwibbogen gefertigt. Gemeinsam mit Gemeindearbeiter Enrico Gruschwitz wurde er installiert und erhellt nun den Kauschwitzern die Vorweihnachtszeit. Ideengeber waren fast zeitgleich Schmidts Ehefrau Regina und die Ortschronistin Waltraud Klopfer. Sie hatten die Schnitzereien des Mannes auf dessen Grundstück gesehen und die Idee in den Ortschaftsrat hineingetragen.

Die Räte waren im wahrsten Sinne des Wortes hell begeistert, baten Manfred Schmidt um Fertigstellung des Bogens und sicherten ihm auch den Ersatz der Materialkosten zu. Für den schon immer Holzarbeiten liebenden Schmidt war es Freude und Ehre zugleich, seinem Ort erstmals in der Geschichte zu einem solchen Schmuck zu verhelfen. Örtliche Motive wie die Kauschwitzer Kapelle finden sich dort in Holz geschnitzt. „Die künstlerische Arbeit am Bogen war nicht das Schwierigste“, erklärt der Mann, dass es viel anstrengender war, der Konstruktion optimale Haltbarkeit zu geben. Die Dachkonstruktion beispielsweise hat viel Zeit gekostet. Für die Elektroarbeiten hat Schmidt einen Fachmann zu Rate gezogen. „Schließlich soll alles sicher sein.“ Im Gleichklang mit der Straßenbeleuchtung wird sich nun in den nächsten Wochen alltäglich der Schwibbogen ins rechte Licht rücken.

Seit gut zwei Jahren genießt Manfred Schmidt seinen Ruhestand. Noch mehr genießt er die damit verbundene Freizeit, die ihm erlaubt, sich wieder verstärkt seinem Hobby, der Holzbearbeitung, zu widmen. Im eigenen Grundstück erfreuen sich aus ganzen Baumstämmen geschnitzte Tiere ihres Daseins. So teilen sich unter anderem zwei Bären, ein Krokodil, Vögel und ein Wildschwein den heimischen Garten. Sogar an einem geschnitzten Selbstbildnis hat er sich versucht. Als sicher gilt, dass der Schwibbogen als jüngste Arbeit des gelernten Kraftfahrzeugschlossers längst nicht die letzte ist. Mag sein, dass ihm noch eine Idee kommt, wie der Platz vor der Kapelle zwischen den Weihnachtsfesten ohne den Schwibbogen attraktiv gestaltet werden könnte.

Von Martina Meier

2009-11-29




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