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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Rohbau für neuen Schulhort in Auerbach steht

Auerbachs Oberbürgermeister Manfred Deckert (links) versenkte mit 38 Hieben den letzten Nagel ins Gebälk des künftigen Horts in Hinterhain, bevor Zimmerer Frank Kluge den Richtspruch verlas. Foto: Dieter Krug Auerbach – Der Rohbau des künftigen Schulhorts in Hinterhain steht – gerade einmal zehn Wochen nach dem ersten Spatenstich Mitte September. Am Montag konnte Oberbürgermeister Manfred Deckert den letzten Nagel ins Gebälk schlagen.

 

Mit 38 Hieben, die von Handwerkern, Stadträten und einzelnen Gästen laut mitgezählt wurden, versenkte er den stählernen Stift im Dachstuhl des eingeschossigen Bauwerks. Gern mache er die 40 voll, denn die Dachpappe solle ja nicht einreißen, scherzt das Stadtoberhaupt. Den Bauleuten und Planern zollte er Respekt, in welch kurzer Bauzeit das neue Gebäude hochgezogen wurde und blickt deshalb den ehrgeizigen Plänen, den Hort Anfang April fertig zu haben, optimistisch entgegen.


„Wir setzen heute dem Haus die Krone auf, es ist gerichtet, das Dach sitzt drauf“, spricht Zimmerer Frank Kluge dann den Richtspruch. Der Hort, der für 100 Kinder ausgelegt ist, entsteht auf dem jetzigen Gelände der Hinterhainer Grundschule. Nach Fertigstellung werden sich darin vier Gruppenräume mit separaten Ausgängen zum Außenspielbereich, ein Multifunktionsraum, Küche und Sanitäreinrichtungen befinden. Gebaut wird der Hort nach neuesten pädagogischen Richtlinien mit themenorientierten Gruppenräumen, stellt Amtsleiter Knut Kirsten das Vorhaben vor. Die bisher genutzten Klassenzimmer der Grundschule als Horträume, würden so ihre Doppelfunktion verlieren, was aufgrund des Ganztagsangebotes und einer eventuellen Dreizügigkeit, zu der es an der Grundschule in den nächsten Jahren kommen könnte, auch notwendig ist, so Kirsten.


Im Außengelände, das trotz Neubau um etwa 250 Quadratmeter erweitert werden konnte, sollen nach Fertigstellung Sport- und Spielgeräte aufgestellt werden, die bei den derzeit 85 Hortkindern für reichlich Bewegung an frischer Luft sorgen sollen. Durch den Einsatz von Wärmepumpen finden im Gebäude erneuerbare Energien Anwendung. Alle Räume werden mit einer Fußbodenheizung ausgestattet, so dass neben dem energetischen Effekt auch die unliebsamen Heizkörper entfallen, die hin und wieder Unfallquellen sein können. Die Fenster sind aus Sicherheitsglas und sensible Rauchmelder warnen bei eventuellen Gefahren, erläutert der Planer Thomas Ebert das Konzept.

 

Doch bevor die Hortkinder ihr neues Domizil in Beschlag nehmen wird der Neubau zunächst Übergangsobjekt für die Kinder der Kindertagesstätte „Zwergenhaus“ aus der Göltzschtalstraße, weil ihre Einrichtung generalsaniert wird. Dazu wird der marode Plattenbau des Zwergenhauses bis auf die Bodenplatte abgetragen und darauf anschließend ein Neubau errichtet.

 

Von Dieter Krug

 

2009-12-01




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