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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Rettungskräfte simulieren Unfall mit der Vogtlandbahn
Falkenstein – Ein nicht alltäglicher Einsatz hat am Mittwoch in den Abendstunden ein Großaufgebot von Rettungskräften aus dem Vogtland in Atem gehalten: In Regie der Bundespolizei-Inspektion Klingenthal wurde am ehemaligen Güterbahnhof in Falkenstein der Ernstfall geprobt.
Durchgespielt wurde ein Unfall-Szenario mit einem Regiosprinter der Vogtlandbahn, der einen quer auf den Schienen stehenden Pkw mit mehreren Insassen gerammt hatte. „Anwohner haben beobachtet, dass Jugendliche mit ihren Autos im Bereich der alten Ladestraße Wettfahrten und Schleudertraining veranstalten. Der Triebwagenführer hat die Gefahr zu spät bemerkt – es kam zum Zusammenstoß“, erläutert Bundespolizei-Pressesprecher Mario Speer die fiktive Situation. „Eine Person wurde aus dem Auto geschleudert und liegt schwer verletzt auf der Ladestraße.“
Die Freiwillige Feuerwehr Falkenstein gehört zu den ersten Helfern am Unfallort und beginnt mit dem Rettungsspreizer, die eingeklemmten Auto-Insassen zu befreien. Parallel dazu treffen Notarzt und Krankenwagen ein. Die Statisten sind nahezu perfekt geschminkt, und spielen so gut es geht die Opferrolle. Nach und nach erreichen immer mehr Rettungs- und Polizeifahrzeuge sowie das Technische Hilfswerk (THW) den Schauplatz. Auch aus der Bahn werden Verletzte geborgen und versorgt. Hektische Betriebsamkeit prägt das Geschehen, es wird dirigiert und gestikuliert.
Ein Schiedsrichterteam von Bundes- und Landespolizei bewertet den Ablauf. Schaulustige verfolgen das Spektakel. Auch der Betreuungszug des Deutschen Roten Kreuzes Auerbach rückt an: „Wir wurden angefordert, um unverletzte Zugpassagiere zum Sammelpunkt zu bringen“, erklärt der Falkensteiner Bereitschaftsleiter Olaf Hoyer.
Allmählich ordnen sich die Einsatzkräfte, die Übung nimmt zügig ihren Lauf. Kurz nach 20 Uhr sind alle Verletzten versorgt, werden in Krankenhäuser gebracht.
Neben rund 60 Beamten der Landes- und Bundespolizei waren Helfer des THW Reichenbach, Rettungsdienste, das Notfallmanagement der Deutschen Bahn sowie die Vogtlandbahn in die Übung eingebunden. „Wir haben vieles im Detail auszuwerten. Bei so einer großen Konzentration von Einsatzkräften ist die Koordinierung nicht einfach“, resümierte Übungsleiter Dr. Sven Schultheiß, Chef der Bundespolizeibehörde Klingenthal, dass es noch Schwachstellen gibt.
Auch Polizeisprecher Mario Speer hat so seine speziellen Beobachtungen gemacht: „Das Einweisen und Abstellen der Einsatzfahrzeuge, die zu unterschiedlichen Zeiten am Unfallort eingetroffen sind, hätte besser organisiert werden müssen. Aber um derartige Dinge aufzudecken und daraus zu lernen, machen wir solche Übungseinsätze.“ Jürgen Hübner
2009-08-21
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