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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Feuerwehr rettet drei Menschen über Drehleiter
Reichenbach – Ein Wohnungsbrand in Reichenbach forderte am Montag vollen Einsatz der Feuerwehr in Reichenbach: Mittels Drehleiter retteten die Kameraden drei Menschen aus der zweiten Etage. Allein oder durchs Treppenhaus hätten es die Bewohner, ein junger Mann und seine gehbehinderten Großeltern, wohl nicht mehr geschafft. Danach wurden sie mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert.
14.03 Uhr erfolgte die Alarmierung. Als die Retter wenige Minuten später am Brandort eintrafen, schlugen die Flammen aus der Wohnung bereits bis zum Dach. Das Treppenhaus war völlig verraucht und die Leute in der darüber liegenden Wohnung eingeschlossen. „Menschenrettung geht vor“, erklärte Leitermaschinist Christian Reiher nach dem Einsatz: Im Korb der Drehleiter fuhren die Feuerwehrleute nach oben und retteten die Eingeschlossenen durchs Fenster.
In vorderster Front dabei Oberfeuerwehrmann Gerd Pürzel und Stadtwehrleiter Thomas Weck. Während Weck in die Wohnung kletterte und die Leute hinaus hievte, nahm Pürzel sie im Korb entgegen. Alles in mindestens zehn Metern Höhe und unter extremer Hitze und Rauch. Welcher Gefahr die Feuerwehrleute dabei ausgesetzt sind, konnte man später am Leiterkorb sehen: Die Plastikteile sind geschmolzen beziehungsweise verkohlt. „Die Drehleiter bewegt sich zwar noch, muss gründlich repariert werden“, sagt Stadtbrandmeister Michael Mittag. Auch viele Schläuche seien kaputt, sagt er. Herumfliegendes Glas habe sie an vielen Stellen regelrecht zerschnitten.
Weil nicht klar war, ob sich noch weitere Menschen im Haus befinden, suchte die Feuerwehr mindestens drei Mal das Gebäude ab. Aber es war niemand mehr drin. Die Polizei hatte in der Zwischenzeit den Brandort weiträumig abgesperrt und damit für ein kleines Verkehrschaos in der Innenstadt gesorgt. Probleme hatten auch die Busse, die normalerweise durch die Fußgängerzone fahren. Das Ordnungsamt kümmerte sich derweil um eine Unterkunft für die Geretteten und eine Frau, die zum Brandzeitpunkt auf Arbeit war, denn das Haus in der Oststraße ist unbewohnbar. Die Kripo ermittelt zur Brandursache. ina
2011-09-19
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