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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Plauen kämpft nach Urteil um zwei Advents-Sonntage
Stadt fordert Anpassung der einstweiligen Anordnung
Die Stadtverwaltung in Plauen macht sich noch Hoffnungen, die Geschäfte an den beiden gerichtlich verbotenen Sonntagen doch noch zu öffnen. Am Dienstag hat das Bundesverfassungsgericht mit seiner Entscheidung den kirchlichen Verfassungsbeschwerden gegen die Berliner Ladenöffnung an allen vier Adventssonntagen stattgegeben und für verfassungswidrig erklärt.
Allerdings hat das hohe Gericht unter Berücksichtung der Berufsausübungsfreiheit der Verkaufsstelleninhaber, ihres in das geltende Berliner Ladenöffnungsgesetz gesetzten Vertrauens und der von ihnen für die Vorweihnachtszeit des Jahres 2009 getroffenen organisatorischen Vorbereitungen die beanstandete Regelung in diesem Jahr noch für anwendbar erklärt. Das heißt nichts anderes als dass in Berlin in diesem Jahr an allen vier Adventssonntage die Geschäfte geöffnet haben dürfen.
Auf diese Position beruft sich nunmehr die Stadt Plauen. "Wir werden dem Sächsischen Oberverwaltungsgericht daher antragen, dieser Übergangsregelung des Bundesverfassungsgerichts zu folgen und seine bisherige einstweilige Anordnung, mit der es die Rechtsverordnung der Stadt Plauen über die verkaufsoffenen Sonntage im Jahr 2009 teilweise, das heißt für den zweiten und dritten Advent, außer Kraft gesetzt hat, anzupassen", so Bürgermeister Manfred Eberwein in einer Mitteilung am Dienstag. "Wir hoffen, dass sich das Sächsische Oberverwaltungsgericht der Auffassung des Bundesverfassungsgerichtes anschließt." mar
Zum Thema:
> Einzelhandel bedauert Urteil zu Sonntagsöffnung
2009-12-01
Kommentar von _Olsen am 02.12.2009; 08:50:27 Uhr
Kommentar zu Plauen kämpft nach Urteil um zwei Advents-Sonntage
Ich drücke der Stadt Plauen fest die Daumen, damit die Adventssonntage verkaufsoffen bleiben.Das Geschrei der Kirche wegen den Ladenöffnungszeiten an den Adventssonntagen kann man nicht verstehen und ist auf Dauer unerträglich. In vielen europäischen Nachbarländern haben die Geschäfte teilweise das ganze Jahr rund um die Uhr geöffnet, ohne das Menschen in irgendeiner Form Schaden nehmen, ohne das Kirchen ein Geschrei erheben. Man kommt immer mehr zu der persönlichen Überzeugung, dass die Kirchen in Deutschland mit ihren Gerichtsprozessen wegen den Öffnungszeiten zum Advent, von ihren möglichen ständig wachsenden internen Problemen (u.a. wachsende Anzahl von Kirchenaustritten nach neuen Skandalen wegen Kindesmissbrauch in Kirchenkreisen) ablenken möchte. Die Kirchen sollten sich mehr einem vereinten Europa öffnen und sich von eigenen internen verkrusteten Strukturen trennen.
Kommentar von _A. König am 02.12.2009; 09:55:34 Uhr
Kommentar zu Plauen kämpft nach Urteil um zwei Advents-Sonntage
Ich denke zwei Sonntage reichen, vorallen denen, die diese absichern müssen. Wie wäre es, wenn auch die Behörden vier Adventssonntage öffnen, schließlich können nicht alle Behördengänge in der Woche erledigt werden. Das wäre ein faires Angebot gegenüber dem Handel.Kommentar zu Plauen kämpft nach Urteil um zwei Advents-Sonntage ?
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Kommentar von _Driver am 02.12.2009; 08:13:02 Uhr
Kommentar zu Plauen kämpft nach Urteil um zwei Advents-Sonntage
Da kann man ja nur sagen: "Geld regiert die Welt!"Denkt eigentlich auch jemand die Verkäuferinnen und Verkäufer und deren Famile?
Es ist nicht so schön, wenn am Adventsnachmittag nur die halbe Familie am Kaffeetisch sitzt.
Und ob es wirklich Gewinn (man denke: Umsatz nicht gleich Gewinn) bringt, wage ich zu bezweifeln. Wer es bis zum 4. Advent nicht geschafft hat alles zu kaufen, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Ich kenne niemanden, der jeden Tag rund um die Uhr arbeiten mus und absolut keine Zeit zum Einkaufen hat. Ich selbst arbeite auch im Handel und bin in der Woche täglich von 08.00 - mind. 18.00 Uhr und am Sa. von 08.00 - 13.00 Uhr im Geschäft und bekomme das auch hin. Ich wünsche allen eine schöne Weihnachtszeit und schöne Adventssonntage!