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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Plauen Leuchtschriftzug a la Hollywood

Fallstudien zu „Schrumpfende Stadt“ vorgestellt

 

060510 CityPlauen – Wohlwollend freundlich haben die Plauener Stadträte des Bauausschusses die Vorträge einer Delegation des Bayerischen Bauministeriums in ihrer letzten öffentlichen Sitzung aufgenommen. Die sechs Referendare trugen eine Fallstudie zum Thema „Schrumpfende Stadt“ am Beispiel Plauen vor und wollten dabei Ansätze, Ideen und Ausblicke den Plauener Kommunalpolitikern mit auf den Weg geben.

 

Ihr Lob vorab ließ den Ausschuss milde lächeln: Das Stadtkonzept 2020 sei schon eine gute Arbeit, dennoch sehe man darüber hinaus weit mehr Potenzial für Plauen. Viel Neues oder gar etwa Wegweisendes bekam der Ausschuss und die anwesenden etwa zwei Dutzend Bürger aber kaum geboten.

Imagewandel in zehn Jahren

Bekannt waren bereits die Stärken, wie Plauener Spitze, sowie auch die Schwächen, wie Abwanderung, die die Referenten aufzählten. Schöne Stichworte fielen: Imagewandel binnen zehn Jahren, Stadt schafft Fluss am Beispiel der versteckten Syra, die Zwischennutzung von Brachen, die Flussaue Elster und eine Kunstaktion um die Bahnhofsvorstadt herum.


Als irritierend erwies sich an den Blicken von Zuhörern die Aussage des Teams, die Stadt Plauen für die Studie lediglich zwei Stunden besucht zu haben, und das auch noch bei Regen. Aus diesem Besuch plus weiterer zugearbeiteter Informationen schuf das Team dann den Stoff für einen Vortragsnachmittag. Die guten Ansätze: Die Syra erlebbar machen. Damit zeichnete man eine gut gemeinte Vision, den Fluss näher an Wohnquartiere zu bringen, optisch aufzuwerten. Ebenso positiv fiel das Projekt rund um die Elster aus, an dessen Ufer eine Terrasse für mehr Menschen am Wasser sorgen solle. Eckbrachen, Zwischenbrachen aufwerten, damit zeigte man an Beispielen, wie Baulücken „gefüllt“ werden könnten: Grün. Anbauten, Malerei, Licht und Parkplätze. Wesentlich Neues fehlte aber.

„Mehr sehen durch Gehen“

Eine mögliche Kunstaktion rund um das Bahnhofsviertel präsentierten die Referendare dann unter dem Motto “Mehr sehen durch Gehen“, bei dem Höfe und Straßen mittels Kunstpräsentation und viel Illumination aufgewertet werden sollten. Einen Fakt vermisste man in der Fallstudie: Die Betrachtungen nahmen das Wort „Schrumpfen“ zwar ins Konzept. Stattdessen jedoch wurden viele Aktionen, Engagement und Einsatz im Gegenteil beschworen: Belebung von leeren Geschäften, Wohnquartieren, Flussufern und die Umsetzung vieler Ideen. Dazu braucht man aber Menschen. Eine Idee geriet kurios: Die des beleuchteten Schriftzuges Plauen direkt neben dem Malzhaus a la Hollywood. „Es fiel uns am Topfmarkt und darum auf, dass es dort sehr leer ausschaut“, so einer der Referenten. Ein Zuhörer meinte beim Gang aus dem Rathaus: „Man hätte dazu auch Studenten aus Reichenbach nehmen können.“

 

Von Frank Blenz

 

2010-05-05




Kommentar von _Plauner Bürger am 05.05.2010; 22:54:03 Uhr

Kommentar zu Plauen Leuchtschriftzuga la Hollywood

Plaun, bleibt Plaun

Kommentar von _Uhl, F. am 06.05.2010; 08:44:59 Uhr

Kommentar zu Plauen Leuchtschriftzug a la Hollywood

Hoffentlich hat der Schwachsinn nicht auch noch Geld gekostet.

Kommentar von _U.K. am 06.05.2010; 12:32:25 Uhr

Kommentar zu Plauen Leuchtschriftzug a la Hollywood

Wer soll denn den Strom bezahlen, wenn die Stadt schon an der Strassenbeleuchtung sparen muss.

Kommentar von _Herbert Himmel am 06.05.2010; 13:04:24 Uhr

Kommentar zu Plauen Leuchtschriftzug a la Hollywood

Also ich finds solche Laufschrift echt gut, wenns neben Werbeanzeigen, auch die neusten Nachrichten aus dem Vogtland lesen kannst.

Als Jugendlicher haben wir früher, beim warten auf die nächste Straßenbahn am Tunnel, stehts den neusten Nachrichten im Leuchtschriftzug am alten Theater erkennen können. Auch wenn diese vom vorgegeben Bezirksorgan der SED "Freien Presse" aus Karl-Marx-Stadt stammten. ;)

Also meine Stimme habs für eine solche Laufschrift, aber bitte dort, wos halt viele Menschen lesen können.

Liebe Grüsse aus Zwickau
Herbert

Kommentar von _Stehenbleiber am 08.05.2010; 10:56:02 Uhr

Kommentar zu Plauen Leuchtschriftzug a la Hollywood

Leider gibt es in dem Beitrag keine Bilder, wie dieser Schriftuzug oder die anderen Ideen ausgesehen hätten, deshalb halte ich mich mit Kritik zurück. Aber man sieht schon an den Kommentaren hier, wie sehr die Plauener am "altbewährten" festhalten wollen. Dieser unerschütterliche Glaube, dass jemand (nur eben nicht Sie selber!) sich engagieren wird und neue Ideen bringt und Geld, aber hoffentlich für Sie alles beim "Alten" bleibt ist traurig aber auch faszinierend....Viel Glück dafür in der Zukunft!

Kommentar zu Plauen Leuchtschriftzug a la Hollywood?

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