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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Plauen froh über „Machtwort“
Alte Verkehrszeichen bleiben nun doch gültig
Berlin/Plauen – Der Streit um die Gültigkeit und den Austausch von Millionen veralteter Verkehrsschilder in Deutschland ist beendet. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) kündigte am Dienstag in Berlin an, dass die vor 1992 aufgestellten Schilder weiter ihre Gültigkeit behalten und zunächst nicht ausgetauscht werden müssen.
Eine erfreuliche Nachricht für viele Kommunen im Vogtland, denen dadurch erhebliche Mehrausgaben in den schon leeren Kassen erspart bleiben. Froh über die Entscheidung zeigt sich auch die Stadt Plauen. Gestern gab es im Rathaus ein Treffen mit den zuständigen Vertretern für die Sicherheit auf den Straßen in Plauen. Eigentlich sollte eine schnelle Lösung für die Problematik gefunden werden. Um so erfreuter waren die Verantwortlichen dann über die Worte Ramsauers. „Die Sache hat sich geklärt“, sagte am Nachmittag Eric Zapf vom Bauhof Plauen dem Vogtland-Anzeiger. Der Vorarbeiter ist unter anderem für sämtliche Verkehrsschilder in der Stadt zuständig. Hätten alle alten Schilder ausgetauscht werden müssen, wären immense zusätzliche Kosten entstanden.
Wie viele es noch alte Schilder in Plauen gibt, ist unklar, sagt Bauhofleiter Jürgen Arzt auf Anfrage. Das Austauschen eines Verkehrszeichens kostet der Stadt rund 100 Euro, so Arzt. Die Lebensdauer der Zeichen beträgt etwa sieben Jahre. Viele hängen aber deutlich länger. Der Großteil der Zeichen in Plauen wurde im Jahr 1992 gewechselt. Damit sei jedes Zeichen bereits einmal ausgetauscht worden, so Zapf: „Bisher hatten wir keine Probleme mit den alten Schildern.“ Auch er kann einige Änderungen an den Verkehrszeichen nicht nachvollziehen, sagt er. Im Vergleich zu anderen Städten im Vogtland seien die Schilder in Plauen in einem guten Zustand. „Wir sind bedeutend weiter.“
Ausgelöst hat die Debatte der letzten Tage die so genannte Schilderwaldnovelle im September 2009. Die Politiker strichen eine Übergangsverordnung, wonach die alten Schilder weiter unbegrenzt gültig sind. . Sie waren seither formell ungültig. „Die alten Schilder sind nicht auszutauschen“, entschied Ramsauer nun. Schließlich unterschieden sie sich größtenteils nur geringfügig von den 1992 neugestalteten Nachfolgern. Ein Austausch wäre daher „unverhältnismäßig“. Eine rechtliche Überprüfung der „Schilderwaldnovelle“ habe zudem ergeben, dass sie aufgrund von Fehlern nichtig sei. Es solle nun schnellstmöglich ein Änderungsentwurf vorgelegt werden.
Die Automobilclubs, der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und der Deutsche Städtetag zeigten sich erleichtert. Dennoch seien bislang bereits 200 Millionen bis 300 Millionen Euro für den Austausch „zum Fenster rausgeschmissen wurden“, so DStGB-Verkehrsdezernent Uwe Zimmermann. ddp/mar
2010-04-14
Kommentar zu Plauen froh über „Machtwort“?
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Kommentar von _E. Uhlich am 14.04.2010; 07:34:44 Uhr
Kommentar zu Plauen froh über „Machtwort“
Es ist doch beschämend mit welchen Unsinnigkeiten die Herren sich beschäftigen und dafür hoch bezahlt werden. Es ist doch völlig schnubbe ob ein Schild einen weißen Rand hat oder ein Pfeil hinten offen ist. Gibt es nichts wichtigeres um was man sich kümmern müsste?