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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Der Winter zeigt im Vogtland die Zähne
Plauen/Auerbach – Der Schnee soll zwar (zeitweise) wegtauen. Doch am Donnerstag zeigte der Winter (wieder mal) seine Zähne – im ganzen Vogtland. Dabei geriet ein Autofahrer in Auerbach in eine kuriose Situation:
Der Mann hatte seinen Audi einer Polizeiinformation zufolge in der Badstraße derart tief in den Schnee manövriert, dass nicht einmal mehr die Möglichkeit zum Aussteigen bestand. Über Mobiltelefon wandte er sich an den Notruf der Polizei. Er und sein an Bord befindliches Kind (7) mussten mit Hilfe eines Radladers aus ihrer misslichen Lage befreit werden.
Ansonsten hatten die Autofahrer (und die Mitarbeiter des Winterdienstes) mit erheblichen Schneeverwehungen zu kämpfen. Amtsleiter Michael Auerbach vom Landratsmat hatte zuvor als Schwerpunkte der Schneeverwehungen den Raum Neuensalz, Mechelgrün, Theuma, Zobes und Möschwitz sowie die Gebiete um Ruppertsgrün und Losa und die Region um Bobenneukirchen genannt. Im Laufe des Vormittags waren die Bundes- und Staatsstraßen in diesen Gebieten wieder befahrbar und auf anderen Strecken wurde im Laufe des Tages um die Befahrbarkeit gekämpft.
In Mißlareuth/Grobau gab es Probleme mit der Winterdiensttechnik: Die eingesetzte Schneeschleuder schaffte es nicht vollends, den vereisten Schnee an den Straßenrändern abzutragen. „Dazu ist eine schwere Fräse nötig, die gestern jedoch in anderen Teilen des Vogtlandes eingesetzt war“, berichtet Peter Baßler, der Chef der Straßenmeisterei Plauen.
Mitarbeiter der vier kreislichen Straßenmeistereien im Vogtland waren ab 3 Uhr im Einsatz gewesen. Alle waren sie überrascht worden von der geänderten Wetterlage: Die Meteorologen hatten ein Regengebiet mit erheblichen Glatteisgefahren vorausgesagt – tatsächlich gab es Verwehungen. Bis zum Abend kämpften die Mitarbeiter der Winterdienste gegen die Schneemassen.
Mit Blick auf die noch zu erwartende Wetterlage und die Verfügbarkeit von Tausalzen haben die Verantwortlichen des Landratsamtes gestern festgelegt, in allen Straßenmeistereien einen Sicherheitsbestand von mindestens 200 Tonnen Salz vorzuhalten, informierte Amtsleiter Auerbach weiter. „Auf entsprechende Wetterlagen wird man zukünftig daher zunehmend mit Splitt reagieren.“ ufa
2011-01-07
Kommentar zu Der Winter zeigt im Vogtland die Zähne?
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