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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Sorge vor Hochwasser im Vogtland
Plauen/Dresden – Erst die Not mit Eis und Schnee – jetzt die Sorge vor dem Hochwasser. Das Vogtland kommt nicht zur Ruhe, auch wenn es noch keine Warnstufe gibt.
Die Feuerwehren sind im Dauereinsatz, um Eiszapfen abzuschlagen, Dächer von Schneelast zu befreien und Gullys gangbar zu machen. Die Rettungsleitstelle in Plauen nannte am Freitag beispielhaft Einsätze in der Markneukirchner Bismarckstraße und am Kindergarten Kauschwitz, Hilfe in Arnsgrün und am Waschteich in Reuth bei Neumark, Unterstützung in Schöneck, Reichenbach und Klingenthal.
Das Landratsamt ist bereit, auf Hochwasser zu reagieren: Der Kat(astrophen)schutz-Stab steht Gewehr bei Fuß – vorbeugend einberufen von Landrat Dr. Tassilo Lenk. Vorausgegangen war eine Telefonkonferenz zur sächsischen Hochwasserlage des Innenministers Markus Ulbig mit den Landräten und Oberbürgermeistern der kreisfreien Städte, wie es in einer Mitteilung des Landratsamtes heißt. „Für das Vogtland sagt der offizielle Wetterdienst eine zunehmend angespannte Lage voraus, da zum Schmelzwasser noch Niederschläge bis zu 50 Millimeter vorausgesagt werden.“
Gleichzeitig wurden alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte und Gemeinden des Vogtlandes aufgefordert, ebenfalls Vorbereitungen zu treffen. „Es geht auch hier um die ständige Erreichbarkeit und Verfügbarkeit der Einsatzkräfte im Rahmen der jeweiligen Lagebeurteilungen und der Entgegennahme von Informationsdiensten“, heißt es weiter. Auch die Bürgerschaft wird gebeten, auf Gefahren aufmerksam zu machen und Regenwassereinläufe beispielsweise frei zu halten.
Mittlerweile wurde in Sachsen für die ersten Flussabschnitte die Hochwasser-Alarmstufe 1 ausgerufen. Betroffen sind die Pleiße und die Parthe, die beide durch Leipzig fließen, sowie die Große Röder in Ostsachsen, wie das Hochwasserzentrum gestern mitteilte. Bei der Pleiße lag am Freitagnachmittag der Wasserstand am Pegel Böhlen bei 239 Zentimeter. va
2011-01-08
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