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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Weihnachtsmann-Seminar in Plauen
Plauen – Mit den Worten „Hier sitzt kein Oberlehrer, sondern ein Hobby-Weihnachtsmann“, begrüßte der original Plauener Weihnachtsmann (Gerd Köhler) am Montag in der Agentur für Arbeit Plauen vier Männer und eine Frau zum 2. Weihnachtsmann-Seminar.
Bei Kaffee und einem Nikolausgeschenk der Agentur vermittelte Köhler die allgemeinen Grundkenntnisse für Weihnachtsmänner. Neben der Geschichte des Weihnachtsmannes gab es auch eine Einführung in die vogtländischen Weihnachtsfiguren. Das Herz und der Verstand verraten jedem Weihnachtsmann, ob er am Heiligen Abend alles richtig gemacht hat, meinte Köhler. Der Besuch des Weihnachtsmannes sei das Pünktchen auf dem i zum Weihnachtsfest. „Wir sind ein wichtiger Stimmungsfaktor für die Feiertage.“ Auch ein gewisser Erziehungsfaktor stecke im Weihnachtsmann, so der wohl bekannteste Rotkittel im Vogtland.
Auch zum Erfahrungsaustausch wurde das Treffen genutzt. Eine Prüfung mussten die Teilnehmer nicht bestehen. Köhler, der seit 17 Jahren ehrenamtlicher Weihnachtsmann ist, hatte im letzten Jahr die Idee zum Seminar. In vielen Städten sind solche Veranstaltungen längst Tradition, sagte er.
2007 habe es mit einem Weihnachtsmann in einer Familie Probleme gegeben, auch aus diesem Grund sei das Treffen ins Leben gerufen worden. Der Weißbärtige kam damals nicht nur zu spät, sondern soll auch deutlich angetrunken gewesen sein. Die Agentur für Arbeit vermittelt ab etwa 30 Euro Weihnachtsmänner und Weihnachtsfrauen für Familien, Unternehmen oder auch Kindergärten. Die Nachfrage sei laut Agentur in jedem Jahr groß. Anfragen nimmt der Arbeitgeberservice entgegen. mar
2010-12-06
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