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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Wasser schießt über Pirker Sperrmauer
Schon von weitem erfüllt ein mächtiges Tosen die Luft: 50 000 Liter Wasser schießen pro Sekunde über die Staumauer der Talsperre Pirk.
Das war am Sonntag ein Erlebnis für viele Schaulustige, das am Nachmittag sogar noch von einem Regenbogen gekrönt wurde. Offiziellen Angaben zufolge geht die Hochwassergefahr im Vogtland zurück. Im Bereich der Göltzsch sei der Hochwassermeldedienst eingestellt, teilt Jens Leistner mit, der Chef des Rettungsdienstes.
Am Oberlauf der Weißen Elster wurde Alarmstufe 3 auf 2 zurückgestuft. „Die Alarmstufe 2 gilt ebenfalls weiterhin in den Gemeinden unterhalb der Talsperre Pirk bis nach Elsterberg, weil davon auszugehen ist, dass auf Grund des bereits aufgebrauchten Hochwasserrückhalteraums der Talsperre Pirk, der Wasserstand der Weißen Elster wieder ansteigen wird“, sagt Leistner. Gleichwohl war die Talsperre Pirk gestern eine Art Mekka für Spaziergänger und Schaulustige. Über alle sechs Felder des Kronenüberlaufs in der Staumauer schossen die Wassermassen.
Wer an der Staumauer entlang wanderte in Richtung Krafthaus, den umhüllte Gischt. Das war bei der milden Temperatur und blauem Himmel nicht schlimm – die Besucher nahmen es mit Humor. Auf der schmalen Straße in Göswein drängten sich die Autoschlangen aneinander vorbei. Wer einen Parkplatz finden wollte, musste teils weit entfernt suchen. Text und Foto: R. Wöllner
2011-01-17
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