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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Wachturm in Pöhl kaum besetzt
Möschwitz – An der Talsperre Pöhl hat sich nach dem tödlichen Badeunfall Ende Juni, bei dem ein achtjähriger Junge ertrunken ist, einiges für die Sicherheit der Badegäste getan. „Wir suchen eine Lösung für die Zukunft, wie es mit dem Naturfreibad weitergeht“, sagt Nadine Jebas, die neue Geschäftsführerin des Talsperrenzweckverbandes. Derzeit gebe es Gespräche mit verschiedenen Behörden. Der Junge starb am 26. Juni im Naturfreibad.
An dem Strandabschnitt in der Nähe des Gunzenberges wird kein Eintritt erhoben und es gibt auch keinen Schwimmmeister. Allerdings gehört der Strand zu den 30 Kilometern Uferlinie, auf die rund ein Dutzend ehrenamtliche Mitglieder der Wasserwacht Plauen und Reichenbach ein Auge haben.
Die Hauptstation mit Wachturm ist rund 300 Meter vom Naturfreibad entfernt – am Unglückstag gab es keine Sichtverbindung zum Bad. Das hat sich inzwischen geändert. Etwa 50 Bäume wurden gefällt. Weitere zehn müssten fallen, wenn nach dem Brückenbau in Thoßfell der Wasserspiegel wieder auf die normale Höhe steigt, heißt es. Die nun freie Sicht zum Naturfreibad wird bisher jedoch nur an Wochenenden genutzt. In der Woche ist der Wachturm in der Regel nicht besetzt, sagt Kay Hansen von der Wasserwacht dem Vogtland-Anzeiger auf Anfrage. „Bei drei bis vier Mann in der Woche, ist es schlecht möglich den Turm zu besetzen. Selbst wenn, hätte das den Tod des Jungen nicht verhindert“, meint der Rettungsschwimmer. Der Turm-Dienst werde je nach Bedarf eingeteilt.
2010 gab es bereits 15 Einsätze über die Rettungsleitstelle und zusätzlich gekenterte Boote und Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die Wasserwacht sucht immer Unterstützung. Im Herbst beginnen neue Kurse. ufa/mar
2010-07-29
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