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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Vogtländische Küche in Berlin
Plauen – Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat die Vogtländische Küche für sich entdeckt. Diese lobte er Anfang der Woche zum 2. Symposium der Peter Maffay Stiftung im Roten Rathaus in Berlin. Im Fokus der Veranstaltung stand die Diskussion zu Fragen der Kinder- und Jugendrechte.
Es sprachen verschiedene Experten und Initiativen sowie Aktionen wurden vorgestellt. Der Plauener Cateringspezialist Wolfgang Schoberth übernahm dabei die Bewirtung der rund 150 geladenen Gäste. Dazu gehörten unter anderem Innenminister Thomas de Maizière (CDU), Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und Air Berlin-Chef Joachim Hunold. Schoberth war bereits beim ersten Symposium durch gute Kontakte zum Maffay-Management vertreten. „Ich wurde gefragt, ob ich es machen würde.“ Nach der Ausschreibung bekam der Plauener den Zuschlag. „Es wurde nicht der billigste genommen.“
Die Aufgabe war für Wolfgang Schoberth eine nichtalltägliche Herausforderung. Alles musste angeliefert werden, viel davon direkt aus Plauen. „Wir haben wie ein Restaurant im Rathaus eingebaut. Es war purer Stress, aber es hat alles gepasst und es gab auch keine Probleme.“ Eine 20 Mann starke Mannschaft leitete Schoberth. „Mir hat es gefallen, dass wir als Team mal auftreten konnten.“
Die Buffet war angehaucht mit vogtländischen Spezialitäten. Neben einer Erdbeer-Spargelsuppe und Kräuterquark aus dem Vogtland, gab es vogtländisches Schwarzbierfleisch und vogtländische Bambes. Die besondere Form der Kartoffelpuffer mundete vor allem Klaus Wowereit, wie Schoberth sagte. „Das Essen und die Weine wurden gelobt. Es war einfach alles rund. Peter Maffay hat sich mehrmals bei mir bedankt.“
Der Partyservice-Experte, der seit gut 20 Jahren im Geschäft ist, nahm weitere Unterstützung aus Plauen mit nach Berlin. Den Cocktailempfang der Gäste übernahm Mario Reißmann von der Plauener Cocktailbar „Puccini“. Er servierte sowohl frische alkoholische als auch alkoholfreie Mixgetränke. Für den ganz besonderen Tischschmuck war Sylvia Eichelkraut und ihr Blumen-Kreativ-Team am Plauener Altmarkt zuständig. Speziell für das Symposium der Peter Maffay Stiftung wurde eine Vase in Form des Stiftungs-Logos, das Tabaluga mit einer Blume in der Hand zeigt, entworfen. Sie zierte die 15 Banketttische und zog viele interessierte Blicke auf sich, sagte Sylvia Eichelkraut: „Es war eine spannende Geschichte.“
Die „Tabaluga-Vase“ ist im Floristikfachgeschäft am Altmarkt zu sehen und auch zu kaufen. Die Floristin hatte auch die Möglichkeit, das Symposium zu verfolgen, dass ihr sehr nah ging, wie sie sagte. „Jeder sollte mal über sein eigenes Leben nachdenken, was wichtig ist im Leben.“ Die im Jahr 2000 gegründete Peter Maffay Stiftung kümmert sich vorwiegend auf der Baleareninsel Mallorca um traumatisierte Kinder und Jugendliche. Maffay bietet hier pro Jahr rund 300 Betroffenen aktive Aufenthalte an. Im kommenden Jahr soll das dritte Symposium vermutlich in Dresden stattfinden, sagte Wolfgang Schoberth abschließend.
Von Martin Reißmann
2010-05-21
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