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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Vier neue Rettungswachen entstehen im Vogtland

260809 RettungswachenTaltitz – Das Vogtland bekommt vier neue Rettungswachen. In Bad Elster, Mehltheuer, Oelsnitz und Treuen werden im Auftrag des Eigenbetriebs Rettungsdienst moderne Neubauten errichtet.

 

Der symbolische erste Spatenstich wurde gestern im Oelsnitzer Industriegebiet Taltitz-Neue Welt gesetzt. Der Eigenbetrieb Rettungsdienst investiert bis Mitte 2010 über 1,6 Millionen Euro. Die Summe wird durch den Rettungsdienst selbst aufgebracht und über die Benutzungsentgelte der Kommunen über 25 Jahre refinanziert.

 

Nach Abschluss des Vorhabens werden alle zwölf Rettungswachen im Vogtlandkreis dem Eigenbetrieb gehören. Die bisher angemieteten Wachen in Oelsnitz und Treuen entsprächen nicht mehr modernem Stand, die Rettungswache Mehltheuer sei in einem Wohncontainer untergebracht.


Die neuen Objekte entstehen an optimalen Standorten. Die Rettungswache Treuen findet sich an der Auffahrt zur A 72 sowie zur B 173, die Wache Mühlhausen direkt an der B 92, die Rettungswache Taltitz zwischen Weischlitz und Oelsnitz. Lenk nannte verkürzte Fahrzeiten und bessere Hilfsleistungsfristen. Bei einem Herzinfarktpatienten sollten höchsten zehn bis zwölf Minuten vom Alarm bis zur Ankunft der Retter vergehen.

 

Planung und Bauüberwachung für die neuen Wachen übernimmt das Plauener Planungsbüro Rossig, Schenk&Partner. Lenk bescheinigte den fast 200 hauptamtlichen Mitarbeiter des Rettungsdienstes und „einer Menge ehrenamtlicher“ für ihren Dienst am Menschen hervorragende Qualität. So habe 2007 die Erfolgsrate im Rettungswagen begonnener Reanimationen im Vogtland zwischen 25 und 29 Prozent gelegen. „Damit lagen wir über dem Bundesdurchschnitt mit 15 bis 20 Prozent“, betonte Lenk.


Nach dem Sächsischen Gesetz über Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz (SächsBRKG) haben die Träger des Rettungsdienstes Notfallrettung und Krankentransport seit 2008 nach einem Auswahlverfahren auf private Hilfsorganisationen oder Unternehmen zu übertragen. Darauf verwies die Oelsnitzer Oberbürgermeisterin Eva-Maria Möbius. Allerdings seien dazu noch Verfahren vor dem Oberlandesgericht Dresden und dem Bundesverfassungsgericht anhängig. Deshalb soll im Vogtlandkreis mit der Ausschreibung bis Ende 2010 abgewartet werden, informierte Rettungsdienst-Geschäftsführer Jens Leistner auf Anfrage unserer Zeitung.  R.W.

 

2009-08-26




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