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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Test mit privatem Sicherheitsdienst in der Kritik

  030909 Sicherheit Plauen – Wie viel Sicherheit benötigt eine Stadt? In Plauen wird dies derzeit in einem Versuch mit einem privaten Sicherheitsdienst getestet. Die Idee ist nicht neu und auch in anderen vogtländischen Städten ist vergleichbares bereits ausprobiert worden. Die Security sind aber in keiner Stadt für längere Zeit angestellt gewesen.

 

Den Stadtverantwortlichen in Plauen geht es mit dieser Maßnahme darum, die sozialen Brennpunkte besser zu kontrollieren und gleichzeitig die Kräfte des städtischen Ordnungsamtes sowie der Polizei zu unterstützen. Mit der Sicherheitsfirma seien spezielle Zeiten vereinbart worden, in denen Streife gelaufen wird. Erzielt werden soll damit aber nicht, die meist jungen Leute aus der Stadt zu vertreiben, sagt Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer nochmals: „Es geht um die Ordnung der Stadt und nicht um die Menschen. Es soll viel mehr eine Erziehungsmaßnahme sein. Ich habe von anderen Amtskollegen gehört, dass sie damit gut gefahren sind.“ Bis Mitte Oktober läuft der Einsatz der Sicherheitskräfte vorerst, danach wird die Maßnahme ausgewertet.

 

Dieser zweimonatige Test steht nun aber, bevor er überhaupt beendet ist, stark in der Kritik. Sowohl Plauener als auch einige Stadträte zweifeln am einsetzen der so genannten schwarzen Sheriffs in der Innenstadt. „Es ist ein trauriger Zustand, dass es überhaupt soweit kommen muss.“ „Diese Maßnahme ist Ausdruck der Hilflosigkeit einer Stadt.“ „Haben wir nicht ein Ordnungsamt oder die Sächsische Sicherheitswacht, die ja immer so angepriesen wird.“ Solche und weitere Kommentare sind in diesen Tagen in verschiedenen vogtländischen Internetportalen zu lesen.

 

Das derzeit brisant diskutierte Stadtthema überschattete in dieser Woche auch den öffentlichen Teil des Verwaltungsausschusses. Einige Stadträte halten den Einsatz der Sicherheitskräfte für übertrieben und falsch. Michaele Wohlrab (Linke) kritisierte, dass die Entscheidung in der Sommerpause über den Köpfen der Räte hinweg getroffen wurde. „Das Problem sollte lieber mit anderen Mittel gelöst werden. Die sozialen Einrichtungen sind hier gefragt.“ Der sachkundige Bürger Volker Freitag fordert, dass der Sicherheitsdienst sich lieber um die wirklichen Probleme kümmern sollte, wie zum Beispiel freilaufende Hunde.


 Die privaten Security seien günstiger als der Einsatz von städtischen Mitarbeitern. Über die Kosten hält sich die Stadt bedeckt. Wird die Testphase erfolgreich beendet, könnten die Sicherheitskräfte auch weiterhin ihre Runden durch die Stadt drehen. Dann wird die Maßnahme in den Haushalt aufgenommen und es wird eine Ausschreibung geben, so Ralf Oberdorfer. mar

 

2009-09-04




Kommentar von _Sven am 04.09.2009; 00:05:08 Uhr

Kommentar zu Test mit privatem Sicherheitsdienst in der Kritik

das ist nicht richtig in Auerbach läuft diese Aktion schon seit drei Jahren und das mit sehr grossen Erfolg.

Kommentar zu Test mit privatem Sicherheitsdienst in der Kritik?

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