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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Plauen hat nach sechs Jahren wieder öffentliche Sauna

Startschuss für Saunabetrieb am Samstag

 

170210 SaunaeröffnungPlauen – In der Vogtlandmetropole darf ab sofort wieder geschwitzt werden. Die neue Sauna am Stadtbad ist am Dienstag feierlich und offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. „Ich fühle mich wie neu geboren“, sagte Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer nach seinem Eröffnungs-Saunagang.

 

Im Schlepptau hatte der Stadtchef seine Stadträte, die in der finnischen Sauna mächtig ins Schwitzen kamen. Worte des Lobes fand Oberdorfer in seiner Eröffnungsrede zuvor vor allem für Baufachmann Bernd Müller. Der „Stararchitekt“, wie es der OB beschreibend formulierte, leistete ganze Arbeit. „Erst Entwurf 8b haben wir gebaut“, so Oberdorfer.

 

Fotostrecke:

>> Bau der Sauna in Plauen


Dass die Sauna gerade am Faschingsdienstag eröffnet wurde, war kein Zufall und „durchaus gewollt“, sagte der OB und wollte damit sicher der Situation aus dem Weg gehen, die Freizeitanlage zusammen mit den Stadträten an einem normalen Tag ohne Kostümierung freizugeben.

 
Relikte erinnern an alte Sauna
 
Die leichtbekleideten Stadtpolitiker lümmelten sich unter anderem mit einem Glas Sekt im so genannten Warmliegebecken, dieses befindet sich im Erdgeschoss und ist umgeben von Säulen, die an die frühere Sauna erinnern sollen. Nach dem Saunagang führte der Weg in die „Grotte“, wie Gunter Färber, Geschäftsführer von der Immobilienservice Plauen GmbH (ISP), den Abkühlbereich der Sauna nennt. Die ISP war Bauherr der Sauna. Der Abkühlbereich verfügt über fünf Duschen, ein Kaltbecken und einen so genannten Labebrunnen aus der alten Sauna.

 

Das historische Relikt ist von der Firma Naturstein Schneider unentgeltlich saniert worden. In der neuen Sauna hat sich das „Erinnerungsstück“ in einen Eisbrunnen verwandelt. Überlebt hat den Abriss der alten Sauna auch ein großes Bleiglasfenster, das ebenfalls wieder eingebaut wurde. Die Saunalandschaft soll auch noch mit einem Kunstwerk versehen werden, kündigte Oberdorfer an. Damit ist der freie vogtländische Künstler Erik Seidel beauftragt worden. Nach der Einweihung durch die Stadtspitze war die Bevölkerung an der Reihe. Bis zum Abend gab es den ersten Tag der offenen Tür. Die Neugier der Plauener auf die neue Sauna war so groß, dass sich am Eingang eine lange Schlange bildete. Die Erwartungen der Besucher wurden nicht enttäuscht. Der Großteil ist vom Neubau begeistert, zeigte eine Umfrage des Vogtland-Anzeigers.


Mit der offiziellen Schlüsselübergabe gestern ist die großzügige Saunalandschaft nun für die Plauener und Gäste der Stadt frei gegeben. In rekordverdächtiger elfmonatiger Bauzeit entstand das neue Schwitzdomizil der Spitzenstadt. Entstanden ist ein zweigeschossiges Gebäude aus Stahlbeton, Metall und Glas, das sich nahtlos an die Herrenhalle anschließt. Mit einem Durchgang sind Schwimmhalle und Sauna zudem verbunden.


 „Die Besucher können wählen, wie sie entspannen möchten – wir haben eine Dampfsauna, eine Softsauna und eine finnische Sauna untergebracht“, sagt Martina Schaarschmidt, Geschäftsführerin der städtischen Freizeitanlagen GmbH, die nun Betreiber der Sauna ist. Im Obergeschoss der Sauna befinden sich der Umkleidebereich, die Sanitäranlagen, ein Bistro und eine Freiluftterrasse mit finnischer Außensauna. Nach oben geht es entweder über eine Wendeltreppe oder auch mit dem Fahrstuhl. Während das Innere der neuen Sauna bereits glänzt, gibt es im Außenbereich noch einiges zu tun. Die Bepflanzung des Areals soll bis April 2011 abgeschlossen sein.

 
Dienstags immer Frauensauna

 
 Kein Jahr hat der Bau gedauert. Die ersten Arbeiten begannen im April letzten Jahres. Zuvor stand der Abriss an. Am 15. Mai 2009 konnte der Grundstein gelegt werden und am 22. Juli ist Richtfest gefeiert worden. Für sieben Euro kann künftig zwei Stunden sauniert werden. Die Zehner-Karte kostet 63 Euro. Auch Kombiangebote gibt es für Bad und Sauna.


 Jeden Dienstag ist künftig Frauen-Sauna-Tag. Sonntags ist ab 21 Uhr zudem FFK-Schwimmen im Herrenbad für Saunagäste. Die Preise sind im vogtländischen Vergleich moderat. Heute bis 18 Uhr kann sich jeder die Sauna noch anschauen. Der Saunabetrieb beginnt dann am Samstag.

 

Fotostrecke:

>> Bau der Sauna in Plauen

 

Von Martin Reißmann

 

2010-02-17 

 




Kommentar zu Plauen hat nach sechs Jahren wieder öffentliche Sauna?

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