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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Pietzschebach: Spur führt ins Freibad

151010 PietzschebachPlauen/Zwickau – Der Pietzschebach in Plauen bleibt weiter ein Problemfall. Zwei Mal war in dieser Woche das Wasser verunreinigt. Es soll nach Chlor gestunken haben. Die Spur führt in ein Freibad.

 

Bei der Suche nach dem Verursacher der erneuten Verunreinigungen des Pietzschebaches in Plauen führt eine Spur Richtung Freibad Haselbrunn. Polizei und Staatsanwaltschaft haben Mitte der Woche die Untersuchungen aufgenommen (wir berichteten). Bei der Freizeitanlagen Plauen GmbH, die das Freibad betreibt, will man sich vorerst nicht äußern. „Das ist eine schlimme Sache, aber wir müssen abwarten. Ich kann dazu nichts sagen, die Polizei ermittelt“, sagt Geschäftsführerin Martina Schaarschmidt dem Vogtland-Anzeiger auf Anfrage. Ob das Freibad mit den Verunreinigungen in Verbindung zu bringen ist, ist noch nicht bewiesen. Die Polizei hält sich derzeit dazu bedeckt und will die Auswertung von genommenen Wasserproben abwarten. Mit Ergebnissen ist frühestens in ein bis zwei Wochen zu rechnen, sagt Polizeisprecher Jan Meinl in Zwickau.


Zwei Mal sei in dieser Woche das Wasser verunreinigt gewesen, sagt Dieter Schönfelder. Der Plauener züchtet hobbymäßig mit dem Wasser des Pietzschebachs Regenbogenforellen und Saiblinge. Am Dienstag und am Mittwoch stellte er eine Verschmutzung fest. Konnte er am Dienstag noch verhindern, dass das Wasser seine Fische erreicht, kam er am nächsten Tag zu spät. Alle seine rund 140 Tiere starben. Besonders tragisch, die Fische sollten jetzt verkauft werden. Als eine graue Masse, die stark nach Chlor roch, beschreibt Schönfelder die Verunreinigung.


Es ist nicht das erste Mal, dass der Rentner seine Fische verliert. „Es ist schon etliche Male passiert. Wir hatten schon alles gehabt. Vom Bad hatten wir es auch schon.“ Dies sei vor einigen Jahren gewesen. Damals hätte das Bad die Fische bezahlt, so der Plauener, der seit mehr als 15 Jahren eine kleine Aufzuchtanlage betreibt. Aufgeben will er nach dem erneuten Sterben der Fische aber nicht, sagt er.


Zuletzt sind Verunreinigungen Mitte Juli festgestellt worden. Auch damals starben Fische. Bisher führten Untersuchungen von Polizei und Umweltbehörden nicht zu einem bestimmten Verursacher.  mar

 

2010-10-15




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