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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Vogtländischer Stollentag mit Schmuckbrot-Premiere

201109 StollenprüfungAuerbach – Der 11.  Vogtländische Stollentag erlebte am Donnerstag in der Auerbacher Gaststätte „Zur Eiche“ mit der Vorstellung von Schmuckbrot mit weihnachtlichen Motiven aus vogtländischen Backstuben eine sachsenweite – vielleicht auch deutschlandweite – Premiere.

 

Bei der Bewertung der neun Schmuckbrote hatte die Schreiersgrüner Bäckerei von Volker Wunderlich gleich zwei Mal einen Treffer gelandet. Sohn Erik gewann mit der Vogtland Arena den ersten Platz, Vater Volker den bronzenen mit einem Adventskalender. Den zweiten Preis konnte die Bäckerei Jörg Schürer aus Morgenröthe-Rautenkranz mit einem Adventskranz einheimsen. Jedes der neun Brote war mit viel Liebe zum Detail und großer handwerklichen Kunst geschaffen und stellte die Jury vor die Qual der Wahl. „Die Schmuckbrote zeugen von einer hohen Kreativität“, lobte Dr. Hans-Georg Möckel, der als Chef des Lebensmittel- und Veterinäramtes des Vogtlandkreises in bewährter Weise den Stollentag moderierte.


 Bewertet wurde von den rund 100 Juroren aus Bäckerinnungen, der Lebensmittelüberwachung, Politik, Wirtschaft und dem öffentlichen Leben auch weihnachtliches Gebäck. 13 vogtländische Bäckereien haben sich mit ihren Kreationen von Lebkuchen über Plätzchen bis hin zum Stolleneis dem Wettbewerb gestellt. Das hieß für die Anwesenden – unter ihnen Sächsische Erntekönigin, Plauener Spitzenprinzessin und Vogtländische Stollenfee – 13 verschiedene Spezialitäten zu kosten und für das Team der „Eiche“ 1300 Portionen auszuteilen.

 

Der Genießermarathon dauerte fast drei Stunden. Am Ende stand fest: Elf Weihnachtsspezialitäten erhalten das Prädikat Vogtlandgold und zwei Vogtlandsilber. „Bei dem Wettbewerb gibt es keine Gewinner. Und was bei uns Vogtlandsilber ist, ist woanders glattes Gold“, betonte Dr. Möckel. Und wie leistungsstark die 17 Mitgliedbetriebe im Stollenverband Sächsisches Vogtland sind, beweist die erneute Auszeichnung mit dem Gläsernen Stollen-Zacharias. „Unter 200 Bewerbern sachsenweit kamen die Vogtländer unter die ersten Zehn“, sagte Thomas Mügge von Backzutatenlieferant Meister-Marken, der die Auszeichnung gestern an den Vorsitzenden Jörg Schürer überreichte.  Freuen kann sich auch der Verein für krebskranke Kinder im Vogtland. Mit einem Quiz, hatte die Stollenfee Michaela im Saal 376 Euro eingesammelt. Der Stollenverband hat die Summe auf 500 Euro aufgerundet.


 “Dieser Stollentag ist eine tolle Sache“, lobte der Tiroler Bäckermeister Alexander Adler. Er hatte den Urlaub bei seiner Ellefelder Freundin Katrin Seidel genutzt, um beim Probieren dabei zu sein. „So wirbt das Vogtland auch international“, freute sich Dr. Möckel.  

 

Von Marjon Thümmel

 

2009-11-20 

 




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