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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Rund 100 Helfer wollen Felsen freilegen
Plauen – Eine gegründete Interessengemeinschaft will den Ursprung der Stadt Plauen neu erforschen. Dieser soll auf dem Dobenaufelsen sein.
Zu einem großen Arbeitseinsatz ruft am Samstag der Plauener Bergknappenverein auf. Zusammen mit dem Förderverein Freibad Haselbrunn soll ein vergessenes Stück Plauen wieder zum Leben erweckt werden: Der Dobenaufels im Syratal und nicht weit entfernt von der Ausflugsgaststätte Tennera am Stadtpark. Die Hobby-Historiker vermuten hier den eigentlichen Ursprung von Plauen.
Um das Geheimnis zu lüften hat sich eine Interessengemeinschaft aus Bergknappen, Förderverein, Stadtarchiv und der Gruppe „Ur- und Frühgeschichte Plauen“ gebildet. Auf dem Felsen soll vor gut 1000 Jahren eine Burg gestanden haben und zwar noch vor der St. Johanniskirche, die urkundlich 1122 erstmals erwähnt wird und bisher als erster Hinweis auf die Besiedelung der Stadt galt.
Ende Februar gab es in dem zugewachsenen Gelände den ersten Arbeitseinsatz. Kleinere Bäume und jede Menge Gestrüpp wurden beseitigt. Diese liegen noch am Boden und sollen am Samstag in einen großen Abfallcontainer geschafft werden. Dafür wird jede helfende Hand benötigt, heißt es von Seiten der Interessengemeinschaft. Treffpunkt ist 9.30 Uhr an der Tennera. Helfer sollten unbedingt festes Schuhwerk und Handschuhe mitbringen. Die Organisatoren rechnen mit rund 100 freiwilligen Helfern.
Unterstützung kommt für das Projekt auch direkt von der Tennera. Gastwirt Ralf Leonhardt will für die Stärkung der Helfer sorgen und Rostbratwürste, Wiener sowie Bier und alkoholfreie Getränke zur Verfügung stellen. Ein Teil der Einnahmen will Leonhardt zudem für das Vorhaben spenden, sagte er auf Anfrage. mar
2011-03-18
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