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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Richtfest für Gesundheitszentrum in Rodewisch

Winter setzt Zeitplan nicht matt

 

Seit gestern schwebt über dem Gesundheitszentrum Rodewisch die Richtkrone. Bereits im Dezember soll Leben in das Gebäude einziehen. Foto: Dieter KrugRodewisch – „Hurra es ist geschafft, das Dach ist drauf und überspannt von Wand zu Wand das neue Gesundheitszentrum“. Die Worte des Poliers der bauausführenden Firma VSTR Rodewisch, Thomas Spitzner, setzen die mit bunten Bändern und der Landkreisflagge geschmückte Richtkrone auf dem Weg zum Dach in Bewegung. Denn am knapp zehn Millionen Euro teuren Gesundheitszentrum am kreislichen Klinikum Obergöltzsch in Rodewisch wurde am Donnerstag Richtfest gefeiert.

 

Was die Bauleute in den zurückliegenden acht Monaten, trotz eines strengen Winters geschaffen hätten, könne sich sehen lassen, dankt der Chefarzt des Klinikums Dr. Günter Tilch den bisher am Bau Beteiligten. Vor dem demographischen Wandel, dem medizinischen Fortschritt, der Zunahme chronischer Erkrankungen und immer knapperer Mittel, sei die Bildung des Gesundheitszentrums die richtige Antwort. Vom Zentrum könnten niedergelassene Ärzte über interdisziplinäre Zusammenarbeit genauso profitieren wie die einzelnen Fachklinken des Klinikums Obergöltzsch, gibt Dr. Tilch dem Zentrum eine aussichtsreiche Zukunft.


Seit Bestehen des Klinikums ist das Gesundheitszentrum die zweitgrößte Investition. 8,5 Millionen Euro kommen an Eigenmitteln vom Klinikum selbst. Für Rolf Keil, den 1. Beigeordneten des Landrates ist das Gesundheitszentrum politischer Wunsch und gesellschaftliches Erfordernis zugleich. Mit der Konzentration fachärztlicher Kompetenz in einem Gesundheitszentrum, durchbreche man die Trennung zwischen ambulant und stationär. Für den ländlichen Raum stelle das Gesundheitszentrum ein sehr gutes medizinisches Angebot dar. Zudem werde durch das fachübergreifende Angebot, die Attraktivität des Klinikstandortes Rodewisch aufgewertet.


Das Gesundheitszentrum wird überwiegend ambulante kliniknahe Gesundheitsleistungen anbieten. Angesiedelt werden sollen zum Beispiel Beckenbodenzentrum, Brustzentrum, Wund- und Fußambulanz, Schmerztherapie, Anästhesieambulanz, Mammografie-Screening, Ergotherapie, Diätberatung sowie das Medizinische Versorgungszentrum mit ambulanten Facharztpraxen in den Fachrichtungen Augenheilkunde, Kinderheilkunde, Physikalische und Rehabilitative Medizin sowie HNO-Heilkunde. Das Gesundheitszentrum soll im Dezember dieses Jahres seiner Bestimmung übergeben werden. Bis Juli 2011 werden die Außenanlagen gestaltet und der Rest des Altbaus abgebrochen.     pdk

 

2010-03-25




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