Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...

Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

>> Weiter lesen und Kommentar schreiben...

Vogtland-Anzeiger präsentiert

060412 City 3

Umbau des ehmaligen Hortens zum Landratsamt

Webcam Horten-Baustelle

Das Wetter heute in:

Das Wetter heute im Vogtland

Das Wetter im Vogtland

Börse



DAX weitere Indizes ... powered by börsennews.de



DAX: Tops & Flops
powered by börsennews.de
weitere Aktienkurse ...

  _________________________________________

Kinowelt

Schlagzeilen von Vogtland-Anzeiger.de

Meinungen und Vorschläge

Sie haben einen Leserbrief zu einem aktuellen Thema in unserer Zeitung? Dann schicken Sie diesen bitte direkt an unsere Redaktion. Auch wenn Sie einen Themenvorschlag aus dem Vogtland oder Kritik haben, können Sie uns informieren. redaktion@vogtland-anzeiger.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Täglich aktuelle Nachrichten

Vogtland-Anzeiger RSS-FEEDTäglich aktuelle Nachrichten bekommen Sie mit unserem RSS-Feed. Kopieren Sie einfach den Link in Ihren Feed-Reader oder legen Sie ihn als dynamisches Lesezeichen in Ihrem Browser an.

>> RSS-FEED: Vogtland-Anzeiger.de
>> RSS-FEED: Vogtland-Sport.de
>> Unsere Nachrichten auf Ihrer Seite
>> Service: Was ist RSS?

Aktuelle Umfrage:

Aktuelle Umfrage: "Autofahrer sollten sich aller 15 Jahre einem Fahrtauglichkeits-Check unterziehen. Dies fordert Hamburgs Innensenator Michael Neumann (SPD). Im Visier sind vor allem ältere Verkehrsteilnehmer. Würden Sie sich einer derartigen Untersuchung unterziehen?"



Vogtland-Anzeiger Newsletter

Aktuelle Meldungen aus Plauen und dem Vogtland per Mail. Abonnieren Sie kostenlos den Vogtland-Anzeiger Newsletter.

Tragen Sie hier Ihre Mailadresse ein:
Ihre Daten

Alle Schlagwörter

.

Eltern sagen zu Mechelgrüner Erzieherinnen aus

Ramona R. und ihr Anwalt Michael Rößler am zweiten Verhandlungstag. Foto: glAuerbach – Auch am zweiten Verhandlungstag haben die beiden angeklagten Mechelgrüner Kita-Erzieherinnen Ramona R. und Ilona Sch. eisern zu den ihnen zur Last gelegten Vorwürfen geschwiegen. Die Staatsanwaltschaft klagt sie der Körperverletzung und der mehrfachen Nötigung an. Zu Wort kamen indes gestern neun Zeugen – allesamt Muttis und Vatis der betroffenen Ein- bis Dreijährigen.


„Ramona Popo haut!“ – fast alle vernommenen Eltern haben diesen Satz in diesem Frühjahr irgendwann einmal gehört. Von da an schrillten die Alarmglocken bei den Muttis und Vatis, und sie ahnten, dass in der Mechelgrüner Kita etwas nicht in Ordnung sein könnte. „Ich dachte, meine Tochter ist in der Kita behütet, wer ahnt denn so was“, sagt die Mutti der kleinen Lea (Namen der Kinder geändert) mit tränenerstickter Stimme. Die Tochter habe sich nachts nicht mehr zudecken lassen, habe geschrien, sei aufgewacht, sei nur im Bett der Mutter zu beruhigen gewesen.


Auch Emma plagten Alpträume, im Schlaf habe sie immer wieder gerufen „Schimpf mich nicht aus, sperr mich nicht ein!“, so deren Mutter. Geradezu emotional aufgebracht reagiert haben etliche Kinder, als ihre Eltern ihnen nach einem Sturz für das aufgeschürfte Knie oder den verletzten Finger ein Pflaster aufkleben wollten. „Im Kindergarten kriegen wir das auf den Mund!“ – habe Tochter Emma gesagt. „Wenn unser Sohn ein Pflaster gesehen hat, ist der durchgedreht“, gibt der Vater von Olaf wieder. „Als meine Tochter das Pflaster gesehen hat, hat sie sich versteckt“, bestätigt auch Leas Mama. Und als Davids Papa, ein Bauarbeiter, seinem Sohn den Sanikasten samt Pflasterrolle zeigte, äußerte der Kleine, dass man Pflaster über den Mund kleben müsse. Nur das Mädchen Maria tickte nicht aus, als man ihr zu Hause Pflaster als Trost anbot. Dafür habe die Tochter öfters Wutanfälle bekommen, viel gehauen und sich auf den Boden geschmissen. Auch andere Eltern haben ein verändertes Wesen an ihren Kindern beobachtet, und, nachdem die Vorgänge in der Kita angeprangert wurden, dieses damit in Verbindung gebracht. Fast alle Kinder wurden entweder zurückhaltend oder ängstlich, andere aggressiv. Sie schrien, wenn sie früh in die Kita sollten oder wenn sie auch nur das Auto von Erzieherin Ramona R. vor der Tür stehen sehen haben.


Eigentlich habe diese Erzieherin ganz freundlich, manchmal etwas gehemmt gewirkt, erinnert sich die Mutter von Emma. Und die von Maria beschreibt die füllige blonde Frau mit „robust und dominant“ – eine Frau, die eine klare Ansage machte. Schläge auf den Popo und das Mund-Pflaster als Strafe – diese beiden „Erziehungsmethoden“ kamen gestern hauptsächlich zur Sprache. Zum Verhandlungsauftakt Ende November war aber auch die Rede von Zwangsfütterung und davon, dass die Erzieherinnen den Kindern vollgepinkelte und –gekotete Schlüpfer ins Gesicht gedrückt haben sollen. Hauptsächlich von den Eltern belastet wurde Ramona R. – weniger die zweite Angeklagte, Ilona Sch. Da die Kinder zum Tatzeitpunkt noch sehr klein waren, kommen sie nun nicht als Zeugen in Frage, das bedeute, dass man sich größtenteils auf Zeugenaussagen vom „Hörensagen“ durch die Eltern der Kinder stützen müsse, machte Richter Helmut Böhmer auf die Schwierigkeiten aufmerksam. Wie auch zum ersten Verhandlungstag kam es auch gestern wieder zum verbalen Schlagabtausch zwischen Richter und den beiden Verteidigern. Immer wieder warf Böhmer dem Anwalt von Ramona R. vor, die Zeugen mit Suggestivfragen verwirren zu wollen. Dieser wies den Vorwurf, „link“ zu fragen, mit dem Wort „Unverschämtheit!“ zurück und wertete dies als „unzulässigen Angriff auf mein Fragerecht“. Eine Mutter fing gar an zu weinen, nachdem sie von Verteidiger Michael Rößler scharf ins Frage-Verhör genommen wurde.


Alle befragten Eltern gaben an, dass sie den Verdacht auf Misshandlung ihrer Kinder zu keiner Zeit im Kindergarten bei den verdächtigten Erzieherinnen hinterfragt haben. Die Eltern erklärten, Angst gehabt zu haben, dass man den Kindern nach einer Beschwerde noch ärger in der Kita zusetzen könnte. Am 18. Dezember, 9 Uhr, wird man weitere Zeugen hören – und hernach wird das Urteil erwartet. gl

 

2009-12-12




Kommentar zu Eltern sagen zu Mechelgrüner Erzieherinnen aus?

Kommentar schreiben:







Spam-Schutz

Aus Gründen der Sicherheit ist dieses Formular mit einem Schutz gegen unerwünschte E-Mails (Spam) versehen.

Damit Sie dieses Formular absenden können, tragen Sie bitte die hier abgebildete Kennzahl in das Feld darunter ein. Zugangs-Code für Formular-Übertragung


Vogtland-Anzeiger jetzt kostenlos testen

  Zeitung klein Täglich das ganze Vogtland in einer Zeitung und zum günstigsten Zeitungspreis in der Region: Lesen Sie den Vogtland-Anzeiger mit unserem Probeabo zwei Wochen völlig kostenlos. >> mehr dazu...



  • PDF
  • Sie können diese Seite versenden/ empfehlen
  • Druckversion dieser Seite
.
.

xxnoxx_zaehler