Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...
Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
Geteilte Reaktionen bei der Linken auf Lafontaine- Verzicht
Fabius: Keine großen Differenzen mit Deutschland
Bewaffneter Schüler in Memmingen festgenommen
SAP schluckt Konkurrenten Ariba
Nachlass von Gunter Sachs versteigert
Das Wetter heute in:
Schnelleinstieg:
Kinowelt
Schlagzeilen von Vogtland-Anzeiger.de
Meinungen und Vorschläge
Sie haben einen Leserbrief zu einem aktuellen Thema in unserer Zeitung? Dann schicken Sie diesen bitte direkt an unsere Redaktion. Auch wenn Sie einen Themenvorschlag aus dem Vogtland oder Kritik haben, können Sie uns informieren. redaktion@vogtland-anzeiger.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.
Täglich aktuelle Nachrichten
Täglich aktuelle Nachrichten bekommen Sie mit unserem RSS-Feed. Kopieren Sie einfach den Link in Ihren Feed-Reader oder legen Sie ihn als dynamisches Lesezeichen in Ihrem Browser an. >> RSS-FEED: Vogtland-Anzeiger.de
>> RSS-FEED: Vogtland-Sport.de
>> Unsere Nachrichten auf Ihrer Seite
>> Service: Was ist RSS?
Aktuelle Umfrage:
Vogtland-Anzeiger Newsletter
Im Vogtland bisher fast 30 Fälle von Schweinegrippe
Plauen – „Bei rund 270 000 Einwohnern im Vogtlandkreis sind die bestätigten 27 Fälle von Schweinegrippe eine Zahl, die belegt, dass keineswegs Grund zu einer Panik besteht“, sagte in dieser Woche die vogtländische Amtsärztin Kerstin Zenker.
Auch hätten die Krankheitsbilder bisher einen leichten Verlauf gezeigt. Auch sachsenweit halte sich die Erkrankung in Grenzen. „Wie die alljährliche saisonalen Grippe ist die Häufigkeit der Schweinegrippe in Ballungsgebieten am größten, und dabei ist wiederum Bayern und das Rhein-Main-Gebiet am meisten betroffen“, so Zenker. Und sie verwies auch darauf, dass durch die Impffreudigkeit der Sachsen bei der jährlichen Grippeschutzimpfung eine gewisse Grundimmunisierung gegenüber des H1N1-Virus bestehe. Deshalb sei auch bei der ab kommende Woche möglichen Impfung gegen die Schweingrippe für jedermann ein einmaliger Pieks nach neuesten Erkenntnissen ausreichend.
Wer sich mit der Schweinegrippe angesteckt hat, merkt das nicht sofort. Es ist sogar möglich, dass ein Erkrankter bereits andere Menschen ansteckt, bevor er die ersten Symptome spürt, meint Zenker: „Die Inkubationszeit des neuen Influenza-Virus beträgt wie bei der saisonalen Influenza ein bis zwei Tage. Nach etwa drei Tagen klingen die Symptome wieder ab. Wer 24 Stunden fieberfrei ist, kann wieder in die Schule oder auf Arbeit gehen.“ Die Erkrankung trete plötzlich auf, zunächst mit hohem Fieber und Halsschmerzen. Weitere Symptome sind wie bei der saisonalen Grippe Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Sich bei solchen Anzeichen zur Arbeit oder in die Schule zu schleppen, ist keine gute Idee. Zenker rät vielmehr, bei einem Verdacht zunächst telefonisch einen Arzt zu kontaktieren – „insbesondere wenn man sich in betroffenen Gebieten aufgehalten oder Kontakt mit möglicherweise infizierten Personen gehabt hat“.
“In Grippezeiten Kuss und Händedruck vermeiden.“ Dieser Spruch bringt die gezielten Schutz vor Keimen auf den Punkt. Hinzu kommt gründliches Händewaschen. Immerhin können sich beispielsweise an Türklinken die Viren lange halten. Niesen in die Ellenbeuge und die Verwendung von Papiertaschentüchern schützt vor Ansteckung anderer. „Ob das Tragen von Schutzmasken etwas bringt, ist nicht geklärt. Ich halte momentan davon nichts“, sagte die Amtsärztin. Ebenso spricht sie sich gegen eine vorbeugende Einnahme von antiviralen Mitteln wie Tamiflu aus.
Nachdem in den vergangenen Tagen medizinisches Personal und Rettungskräfte gegen Schweinegrippe freiwillig geimpft worden sind, stehen ab nächste Woche rund 80 000 Impfdosen für die Vogtländer bereit. Damit könnten 30 Prozent der Bevölkerung gepiekst werden. Da der Impfstoff in Ampullen mit zehn Dosen an die Arztpraxen ausgeliefert werden, sollen nach Möglichkeit an einem Tag zehn Patienten geimpft werden. Angebrochene Ampullen müssen nach 24 Stunden vernichtet werden. Zenker rät Risikogruppen zur Impfung.
Von der Schweinegrippe sind zumeist Kinder und Jugendliche betroffen. Nach dem Zeulenrodaer Gymnasium gibt es auch einen Verdachtsfall in der Weischlitzer Mittelschule, wie ein Elternbrief beweist. Die Amtsärztin wollte den Fakt nicht bestätigen: „Ich darf keine Einrichtungen nennen. Auch besteht keine Meldepflicht für Eltern.“ Sie appelliert auch, Ruhe zu bewahren. „Bis vom Robert-Koch-Institut die Abstriche, die in den Praxen abgenommen werden, begutachtet sind, ist die Krankheit meist schon vorbei. Was bleibt, ist die Angst vor einem Schreckgespenst.“ M. T.
2009-11-05
Kommentar zu Im Vogtland bisher fast 30 Fälle von Schweinegrippe?
Vogtland-Anzeiger jetzt kostenlos testen
Täglich das ganze Vogtland in einer Zeitung und zum günstigsten Zeitungspreis in der Region: Lesen Sie den Vogtland-Anzeiger mit unserem Probeabo zwei Wochen völlig kostenlos. >> mehr dazu...






