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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Neue Lebensader für Wirtschaft und Arbeit

090410 UmgehungFreiberg – Bei los geht‘s los! Der Bau der 1,8 Kilometer langen Umgehungsstraße für Adorfs Ortsteil Freiberg hat gestern mit einem symbolischen ersten Spatenstich begonnen. 16,5 Millionen Euro sollen bis Ende des Jahres durch das Rodewischer Bauunternehmen VSTR verbaut werden.

 

85 Prozent des Investvolumens wird über das Programm „Ziel 3“ der Europäischen Union gefördert. Die restlichen 15 Prozent finanziert der Freistaat Sachsen. Der jetzt begonnene Abschnitt ist ein Teil der Staatsstraße 309 zwischen der B 92 im Elstertal und der A 93 im bayerischen Oberfranken. Außerdem verbindet die Straße das Vogtland mit dem tschechischen Asch und dem Karlsbader Bezirk.


Für Landrat Dr. Tassilo Lenk ist die neue Straße nicht nur „eine Verbindung des Zukunftsraumes zwischen Selb, Asch und Sachsen“, sondern auch „eine bedeutende Lebensader für Wirtschaft und Arbeit“. Er hoffe, dass die Europäischen Union auch in den nächsten Jahren die Entwicklung von Euro-Regionen unterstützen werde, sagte Lenk in seinem Grußwort. Die Signale aus Brüssel seien gut, informierte er. Auch Adorfs Bürgermeisterin Mariechen Bang verspricht sich von der neuen S 309 „eine Aufwertung des gesamten ländlichen Raumes zwischen Tschechien und dem Oberen Vogtland“. Sie sprach von „bestens angelegten Investitionen“ und würdigte das deutsch-tschechische Projekt auch als positiv für „die Weiterentwicklung des europäischen Gedankens“.

 

Ähnlich äußerte sich Roland Werner, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. „Der Spatenstich sei nach einer oft schwierigen deutsch-tschechischen Vergangenheit ein kleines, praktisches Stück europäischen Zusammenwachsens“, formulierte der Gast aus Dresden. Die Anteilnahme an der Feierstunde war erfreulich groß. Vertreter des Straßenbauamtes Plauen, Abgeordnete des Sächsischen Landtags, Fachleute aus Tschechien, Bürgermeister von Nachbargemeinden und natürlich auch viele neugierige Dorfleut‘ aus Freiberg.  sc

 

2010-04-09




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