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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Kurzzeitiger Ausstand bei Alstom in Neumark
Mit einem 15-minütigen Ausstand haben rund 80 Alstom-Beschäftigte am Donnerstag in Neumark für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze gekämpft.
Nach einer Betriebsversammlung, auf der Betriebsratsvorsitzender Lutz Frank und Dagmar Baumgärtel von der IG Metall die Pläne der Konzernleitung vorstellten, demonstrierten die Mitarbeiter vor dem Werktor mit Plakaten und Fahnen.
Die Konzernleitung plant europaweit einen Abbau von zirka 4000 Stellen und hat gleichzeitig ein Papier vorgelegt, in dem von einer Stärkung der Standorte außerhalb Europas gesprochen wird. Zwar sind die Neumarker von Kündigungen derzeit noch nicht betroffen, zeigten aber mit ihrer Aktion Solidarität mit den Kollegen anderer Standorte. Konzernweit fordert der Betriebsrat, dass unumgängliche Kündigungen sozial abgefedert werden – mit Altersteilzeit-Regelungen und Kurzarbeit.
Außerdem fordern die Arbeitnehmervertreter eine Standort- und Arbeitsplatzsicherung bis 2015. Die nächste Sitzung zwischen europaweitem Betriebsrat und Konzernleitung findet am 16. November statt. ina
2010-11-05
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