Hub-Blog "Ansichtssache" jeden Samstag neu...
Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
Geteilte Reaktionen bei der Linken auf Lafontaine- Verzicht
Fabius: Keine großen Differenzen mit Deutschland
Bewaffneter Schüler in Memmingen festgenommen
SAP schluckt Konkurrenten Ariba
Nachlass von Gunter Sachs versteigert
Das Wetter heute in:
Schnelleinstieg:
Kinowelt
Schlagzeilen von Vogtland-Anzeiger.de
Meinungen und Vorschläge
Sie haben einen Leserbrief zu einem aktuellen Thema in unserer Zeitung? Dann schicken Sie diesen bitte direkt an unsere Redaktion. Auch wenn Sie einen Themenvorschlag aus dem Vogtland oder Kritik haben, können Sie uns informieren. redaktion@vogtland-anzeiger.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.
Täglich aktuelle Nachrichten
Täglich aktuelle Nachrichten bekommen Sie mit unserem RSS-Feed. Kopieren Sie einfach den Link in Ihren Feed-Reader oder legen Sie ihn als dynamisches Lesezeichen in Ihrem Browser an. >> RSS-FEED: Vogtland-Anzeiger.de
>> RSS-FEED: Vogtland-Sport.de
>> Unsere Nachrichten auf Ihrer Seite
>> Service: Was ist RSS?
Aktuelle Umfrage:
Vogtland-Anzeiger Newsletter
Plauen: Karsten brutal gequält
Plauen/Zwickau – Geschlagen, gequält und wochenlang ins Bettchen abgeschoben – spielen und herumtoben durfte der kleine Karsten aus Plauen nicht. Am 14. Juli 2010 starb der Zweijährige an den Folgen brutaler Misshandlungen. Seit Dienstag müssen sich die 32-jährige Mutter und ihr 36 Jahre alter Lebensgefährte wegen Mordes vor Gericht verantworten. Beide beschuldigen sich gegenseitig.
Die Aussage, die Sandra Sch. gestern unter Tränen vor dem Landgericht Zwickau macht, beschreibt ein unglaubliches Martyrium ihres zweijährigen Sohnes Karsten. Über Tage hinweg soll der Junge, wenn er nicht essen oder schlafen wollte, geschlagen und, weil er noch nicht sauber war, vier Stunden in eiskaltes Wasser gesetzt oder mit seinem Gesichtchen in seinen Kot oder die nasse Windel gedrückt worden sein. Als Peiniger belastet die Kindsmutter dabei ihren ehemaligen Lebensgefährten Jürgen Sch..
„Er hat Karsten oft und kräftig geschlagen, ihn an den Beinen gefasst durch die Luft gewirbelt, dass er sogar mit dem Kopf auf dem Boden oder an der Decke anschlug und ihn auch kopfüber an die Bettkante aufschlagen lassen“, sagt die 32-Jährige, der es sichtlich schwerfällt, sich dem Gericht mitzuteilen. Als das Kind nach den Schlägen und Misshandlungen nach zwei Tagen nur noch röchelte und Blut spukte, habe Jürgen Sch. sie aufgefordert, den Notarzt zu rufen. „Ich wollte viel früher mit meinem Kleinen zum Arzt, aber er hat es mir verboten, weil sein Körper voller blauer Flecke war“, sagt Sandra S..
Seit Dienstag müssen sich der aus Nordrhein-Westfalen stammende Mann und Karstens Mutter wegen gemeinschaftlich begangenen Mordes verantworten. Sie sollen den zweijährigen Karsten am 11. und 12. Juli 2010 in der Wohnung der Angeklagten im Plauener Mammengebiet so brutal misshandelt haben, dass der Junge am 14. Juli an seinen Verletzungen starb. Während Jürgen Sch. der Haupttäter sein soll, habe Sandra Sch. die Tat durch Unterlassen begangen, heißt es in der Anklageschrift. Beide sitzen seit rund fünf Monaten in Untersuchungshaft. Während die 32-Jährige ihr Kind nie selbst geschlagen haben will, räumte er Schläge als „Erziehungsmaßnahmen“ ein. Als Grund gab er unter anderem an, dass er sich „durch den Jungen bedroht gefühlt hat“, weil dieser mehrfach die Fäustchen gehoben habe. Ansonsten wisse er auch nicht, wie sich der Junge die Verletzungen zugezogen habe. Er beschuldigte die Mutter. M.T.
Mehr dazu am Mittwoch im Vogtland-Anzeiger.
2011-01-05
Kommentar zu Plauen: Karsten brutal gequält?
Vogtland-Anzeiger jetzt kostenlos testen
Täglich das ganze Vogtland in einer Zeitung und zum günstigsten Zeitungspreis in der Region: Lesen Sie den Vogtland-Anzeiger mit unserem Probeabo zwei Wochen völlig kostenlos. >> mehr dazu...






