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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Plauen: Kleinkind stirbt nach Misshandlungen
Plauen – Ärzte einer Spezialklinik in Jena hatten um das Leben des kleinen Jungen gekämpft, der in der Nacht zu Mittwoch mit schwersten Verletzungen eingeliefert worden war. Nach Angaben der Polizei wurden die 31-jährige Mutter und ihr 36 Jahre alter Lebensgefährte vorläufig festgenommen. Beide stehen im Verdacht, das Kleinkind in ihrer Wohnung im fünften Stock der Plauener Albin-Enders-Straße schwer misshandelt zu haben. Die Mutter ist laut Polizei inzwischen wieder auf freiem Fuß.
Der Polizei zufolge hatte die Mutter den Rettungsdienst in den späten Abendstunden des Dienstags selbst alarmiert. Nachbarn berichten von Blaulicht-Fahrzeugen, die in der elften Stunde im Mammengebiet unterwegs waren. „Aber wir haben uns nichts dabei gedacht, sondern angenommen, dass einer bei der Hitze umgefallen ist wegen Kreislaufversagens“, sagt ein junger Mann von nebenan. Andere haben nichts mitbekommen, weil sie entweder schliefen oder weil sie Fernsehen schauten im Wohnzimmer, das auf der abgewandten Seite des Wohnblocks liegt.
Der misshandelte Junge wurde in ein Plauener Krankenhaus gebracht, wegen seiner schweren Verletzungen aber noch in der Nacht nach Jena verlegt. Weder die Staatsanwaltschaft noch Polizei wollten Details nennen. Oberstaatsanwalt Thomas Walther stellte weitere Informationen frühestens für heute in Aussicht.
Dem Jugendamt des Vogtlandkreises war der Fall „Karsten“ nach Auskunft einer Sprecherin zunächst nicht bekannt. Später, als die Ärzte noch um das Leben des Jungen kämpften, ließ Jugendamtsleiter Dr. Berthold Geier mitteilen: „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann das Jugendamt anhand der wenigen vorliegenden Informationen noch nicht aktiv werden.“ Sobald Näheres bekannt sei, erfolge die Fallbearbeitung.
Der Vogtland-Anzeiger hörte sich in der Albin-Enders-Straße um: Viele der befragten Nachbarn zeigten sich erstaunt, dass in ihrer Nähe Derartiges passiert. Nur wenigen war die betreffende Familie aufgefallen, und wenn, dann wegen des „Zweijährigen, der immer, wirklich immer, im Kinderwagen geschoben wurde“, wie eine Frau sagte. Keiner der befragten Nachbarn konnte den Namen des kleinen Karsten nennen.
Ein anderer Nachbar bezeichnet die Familie als „schlicht und einfach – sie haben bestimmt weniger Geld zur Verfügung als der Durchschnitt“. Schreie oder gar Anzeichen von Misshandlung will keiner bemerkt haben. Vor zweieinhalb Jahren waren in Plauen drei Babyleichen entdeckt worden. Die Mutter der Kinder wurde im Frühjahr 2009 wegen Totschlags zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.
Von Uwe Faerber
2010-07-15
Kommentar zu Plauen: Kleinkind stirbt nach Misshandlungen?
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Kommentar von _Pappe Gerhard Hubertusstrase23 82487 Oberammergau am 15.07.2010; 18:18:10 Uhr
Kommentar zu Plauen: Kleinkind stirbt nach Misshandlungen
Unser Mitgefühl gild den Großeltern und Angehörigen des kleinen Jungen. Wir verloren in September 2009 auf gleiche Art und Weise unseren Enkel Jason aus Dessau.Die Frage ob das Jugendamt im Vorfeld alles getan hat,stellte sich auch bei uns.Diese Frage bleibt bis heut auch unbeantwortet.Der Verantwortliche für dies Tat,auch der Siefvater,wurde im Oktober 2009 in Haft genummen und wegen Totschlag angekalgt.Seit April 2010 läuft beim Landgericht Dessau der Prozess.Bis zum heutigen Tag ist man in diesen Prozess nicht sehr weit gekommen. Der Täter schweigt,die Verteitigung macht ihre Spielchen,und der Gipfel des ganzen ist der Haftbefehl wurde wegen der länge der Untersuchungshaft außer vollzug gesetzt.In meinen Augen ein Skandal. Wir hoffen das das zuständige Gericht bei Ihnen besser arbeitet und nicht die Rechte des Täters über das Rechr auf Leben des kleinen Jungen stellt.
Einer der sich in solch einer Art an Kindern vergreift darf nicht auf milde hoffen.bei einen ähnlichen Fall in Weilheim in Oberbayern wurde die Mutter zu 8Jahrer und 6 Monate Haft verurteilt.
Man glaubt gar nicht wie oft solch schreckliche Taten vorkommen.Gerichte sollten hart gegen solche Täter urteilen. Wir werden diesen Fall sorgsam genauso wie den Prozess beim Landgericht Dessau beobachten. Wir bitten diesen Artikel zu veröffendlichen um mehr Menschen anzusprechen auf solche Probleme im Vorfeld zu achten,,Jugendämter rechtzeitiger einzugreifen,um anderen Kindern dieses Schiksal zu ersparen.
Helga und Gerhard Pappe Oberammergau pappefinger@t-online.de