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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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19 Extremsportler schaffen Vogtlandeinhunderter 2010
Falkenstein –Eis, Schnee, Kälte – mit diesen drei Worten kann man den diesjährigen Vogtlandeinhunderter beschreiben. Zum 13. Mal fand die winterliche Wanderung über 100 Kilometer quer durch das sächsische und Thüringer Vogtland statt.
Von 24 gestarteten Sportfreunden erreichten 19 Wanderer nach 24 Stunden das Ziel an der Falkensteiner Trützschler Grundschule.
„Heute Nacht stand ich kurz vor der Aufgabe, mein Knie wollte einfach nicht mehr. Ich besiegte aber meinen inneren Schweinehund und konnte noch einmal Energiereserven mobilisieren“ meinte der 20-Jährige Reichenbacher Martin Höppner. Bereits zum achten Mal nahm der Metallbaulehrling die 100 Kilometer lange Strecke unter seine Füße. „Auf einer Höhe bei Elsterberg hatte man einen herrlichen nächtlichen Blick auf die weihnachtlich beleuchtete Stadt. Für dieses Erlebnis lohnten sich schon allein die Strapazen“, erzählte Katrin Bering aus Dresden.
„Heute Morgen hatten wir einen herrlichen Sonnenaufgang, das gab neue Energie. Ich fühlte mich wieder frisch und freute mich auf die restlichen Kilometer“, beschrieb Manfred Miethe, ebenfalls aus Dresden, seinen Motivationsschub in den Morgenstunden.
Organisator Jürgen Hadel war mehr als zufrieden mit dem Ablauf. „Es gab keine größeren Probleme. Die Autofahrer nahmen auf uns Rücksicht, viele winkten uns zu.“ Die Kälte der vergangenen Nacht machte den Wanderfreunden weniger zu schaffen als gedacht. „In Altensalz war ein Thermometer, es zeigte heute Nacht minus 22 Grad. Es war aber nicht windig und somit zum Aushalten“, so Hadel. Bereits zum 320. Mal in 26 Jahren nahm Jürgen Hadel an 100 Kilometer-Wanderungen in ganz Deutschland teil. „Es ist immer wieder anders. Mein Körper brauchte diesmal einige Stunden, um sich „einzuwandern.“ Die ankommenden Teilnehmer lobten vor allem die hervorragende Organisation der Veranstaltung und die Verpflegung auf ihrer Tour. mm
2010-12-31
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