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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Bahnstrecke Reichenbach-Hof unter Strom
Netzschkau – Als eine große Stunde für den Freistaat Sachsen und das Vogtland, bezeichnete Landrat Tassilo Lenk (CDU) am Mittwoch den offiziellen Baustart für die Elektrifizierung der Bahnstrecke Reichenbach-Hof. Am Fuße der Göltzschtalbrücke fanden sich Größen aus Politik und Wirtschaft zu einer Feierstunde ein. Artur Stempel, Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Sachsen der DB AG, sprach über Historie und Zukunft der Strecke Leipzig – Hof.
Er sicherte zu, dass im Dezember 2013 der erste elektrische Zug über die Brücke fahren wird. Weiterhin wies Stempel darauf hin, dass die 22 Oberleitungsmasten so aufgestellt werden, dass die Ansicht des Baudenkmales nicht maßgeblich verändert wird. Der Staatsekretär im Ministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Jan Mücke, bekräftigte, dass die zu investierenden 120 Millionen Euro für die Elektrifizierung eine gute Investition sind. Damit werde die Sachsen-Franken-Magistrale weiter voran gebracht. Ziel der Bundesregierung sei es, die Strecke durchgängig bis Nürnberg zu elektrifizieren. Auch Sven Morlok, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, wies darauf hin, dass eine weitergehende Elektrifizierung bis Nürnberg nötig sei. „Das Projekt ist von der Region gewollt und es wurde lange darum gekämpft“, so Morlok.
Dr. Jörg Sandvoß, ein weiterer Sprecher aus Bahnkreisen äußerte sich nicht nur über die Baumaßnahme und die Zukunft. Der Vorstand Vertrieb und Fahrplan bei der DB Netz AG dankte vor allem den Reisenden schon heute für ihr Verständnis. Auf sie kämen in der nächsten Zeit einige Einschränkungen zu. Da die Göltzschtalbrücke nur eingleisig befahren wird, ist ein Ausdünnen des Fahrplans nötig. Auf dem Festplatz am Fuße der größten Ziegelsteinbrücke der Welt wurde eine Bauanzeigetafel enthüllt. Sämtliche am Bau beteiligten Firmen, Fertigstellungstermin und viele weitere Daten können hier nachgelesen werden.
Zum symbolischen Spatenstich wurden dann Politiker und Gäste auf die Göltzschtalbrücke gefahren. Leider war im örtlichen Stadtanzeiger der Stadt Reichenbach die Möglichkeit des Begehens der Brücke angekündigt wurden. Viele Anwohner wollten dies nutzen und mussten die Baustelle wieder verlassen. Die Ankündigung war falsch!
Auf dem Baugelände konnten die Anwesenden den Baufortschritt in Augenschein nehmen. Auf einem eigens für diesen Tag gebauten Podest war es möglich, über die Baustelle zu schauen. Durch Wilfried Keßler, Firmeninhaber der gleichnamigen Erdbau- und Abbruch GmbH aus Plauen, wurden Fragen zum Bauwerk und der Baustelle beantwortet. G. K.
2010-07-22
Kommentar zu Bahnstrecke Reichenbach-Hof unter Strom?
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