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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Goldbeck zieht Sportpark-Geschenk zurück

130511 SportparkPlauen bekommt den Sportpark nicht geschenkt. Die Goldbeck Ost GmbH in Treuen hat das Angebot zurückgezogen.

 

Treuen/Plauen – „Es ist uns offensichtlich nicht gelungen, die Öffentlichkeit und die Stadtverordneten von den Chancen, die eine solche Übernahme für die Entwicklung des Sports in Plauen gegeben hätte, zu überzeugen. Stattdessen wird ausschließlich über die Risiken, die eine solche Übernahme mit sich bringen könnte, gesprochen“, schreibt Geschäftsführer Lars Luderer an Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer und bedauert die Entwicklung. „Wenn das Angebot zur Übergabe des Sportparks nicht als Geschenk und gute Lösung gesehen wird, dann war es vermutlich keine gute Idee. Auch deshalb nicht, weil wir in der Öffentlichkeit da standen, als wollten wir was Böses tun. Das Geschenk wurde von oben bis unten nur danach betrachtet, ob es etwas zu mäkeln gibt“, fügte der Geschäftsführer bei einem Gespräch mit dem Vogtland-Anzeiger hinzu. „Das gilt ausdrücklich nicht für die Stadtverwaltung.“


Sportbürgermeister Uwe Täschner findet es nach eigenem Bekunden, „sehr schade“, dass es zu keiner Einigung mit den Stadträten zur Übernahme des Sportparks in städtisches Eigentum gekommen ist. Wenn die Stadt ein solches schönes Geschenk angeboten bekommt, sollte es auch mit Mehrheit angenommen werden. „Und das drohte nicht der Fall zu sein. Deshalb kann ich Goldbeck verstehen. Es war aus meiner Sicht auch deshalb ein gutes Geschenk, weil es den im Stadtrat beschlossenen Sportentwicklungsplan entsprach. Darin wurde festgelegt, dass in naher Zukunft eine Halle mit zwei Tennisplätzen gebaut werden soll. Im Sportpark gibt es zumindest jetzt schon die einzigen Hallen-Tennisplätze in der Region. Das Risiko der Übernahme des Sportparks war für mich ein überschaubares.“


Bei einer Umfrage unserer Zeitung in den Fraktionen des Stadtrates hätte es vermutlich bei der Abstimmung bei der Ratssitzung am 24. Mai eine knappe Mehrheit für die Übernahme des Sportparks gegeben. Vermutlich. Während die CDU dagegen stimmen wollte, hatte die SPD Zustimmung signalisiert. Deren Vize-Chef Bernd Stubenrauch sprach deshalb gestern bei der Bekanntgabe des Schreibens im Sportausschuss der Stadt von „einem rabenschwarzen Tag für die Plauen. Wir haben uns als Stadträte unmöglich und unwürdig benommen – und haben überhaupt nicht verstanden, was Goldbeck wollte“.


„Nachdem das Ansinnen, den Menschen im Vogtland und in Plauen die Sporteinrichtung zu schenken, durch die Art und Weise der Diskussion seinen Sinn verloren hat, bleibt alles wie gehabt. Wir behalten die Immobilie, haben gültige Mietverträge mit der Betreibergesellschaft. Wir wollten das Objekt nicht abstoßen. Alles was damit irgendwann geschieht, steht heute nicht zur Diskussion“, sagte Goldbeck-Geschäftsführer Luderer. M. T.

 

2011-05-14




Kommentar zu Goldbeck zieht Sportpark-Geschenk zurück?

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