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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Greizer Theaterherbst endet mit Abschlussgala
Greiz – Mit der traditionellen Abschlussgala „GreizNacht“ endete am Samstag der XVIII. Greizer Theaterherbst. Unter dem Motto „Glaube! Liebe! Hoffnung!“ hatte das in seiner Art bundesweit einzigartige Festival in den vergangenen neun Tagen zu insgesamt 34 Aufführungen und Veranstaltungen eingeladen.
„Ich freue mich sehr über den großen Zuspruch in diesem Jahr“, zieht der künstlerische Leiter, der Berliner Regisseur Stefan Neugebauer, eine positive Bilanz. Mit insgesamt 4500 Zuschauern verzeichnete der Theaterherbst einen deutlichen Besucherzuwachs im Vergleich zum Vorjahr, als rund 3800 Gäste zum Festival kamen.
„Wenngleich es unser Motto hätte vermuten lassen können, der Theaterherbst war keine Kirchentagsveranstaltung“ sagt Neugebauer. Das umfangreiche Programm und der Festivaltitel habe jedoch „bewusst die Dinge in den Mittelpunkt gerückt, die essentiell im Leben sind“. Seit Sommer arbeiteten in zwölf Werkstätten 149 Teilnehmer im Alter zwischen sieben und 88 Jahren aus dem gesamten Vogtland unter Leitung renommierter Theaterleute aus ganz Deutschland. In der Festivalwoche des soziokulturellen Projekts präsentierten sie dem Publikum Schauspiel, Tanz- und Gestaltungsperformances.
Mit tosendem Applaus feierte das Publikum am Samstag die Uraufführung des Stücks „Der Preisträger“ von Volker Müller. Der bekannte Greizer Autor schildert darin die Lebensbahn des Starjournalisten Georg Theissen und gewährt sowohl Einblicke in die Medienwelt als auch in ostdeutsche Biografien. Regie führte der beliebte Film-, Fernseh- und Bühnendarsteller Wilfried Pucher. Die Herzen der Zuschauer eroberte das Festival darüber hinaus mit brillanten Gastspielinszenierungen, wie unter anderem „Islands“ des mit internationalen geehrten Preisen geehrten Tanztheaters Derevo aus St.Petersburg/Dresden, des Theaters Gruene Sosse aus Frankfurt/Main oder Marc Schnittgers Figurentheater Kiel.
Zur ,,GreizNacht“’ am Samstag führten die Teilnehmer aller Werkstätten in einer Reprise nochmals Szenen aus den verschiedenen Theaterherbst-Produktionen auf. In seiner Abschlussrede dankte Neugebauer allen Mitwirkenden für ihr Engagement und dem Thüringer Kultusministerium, dem Landkreis und der Stadt Greiz sowie allen Sponsoren und Helfern für die finanzielle wie ideelle Unterstützung. Der XIX. Greizer Theaterherbst ist vom 10. bis 18. September 2010 geplant. Die elfte Auflage des ebenfalls vom Verein Greizer Theaterherbst organisierten internationalen „Greizer JazzWerk“ findet vom 6. bis 9. Mai 2010 statt. K. Schaarschmidt
2009-09-24
Kommentar zu Greizer Theaterherbst endet mit Abschlussgala?
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