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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Betriebshof der Plauener Straßenbahn eingeweiht
Gerüstet für die Niederflurbahnen
Plauen – Ein Gebäude moderner Architektur, dem städtebaulichen Aspekt entsprechend, bereichert das Gebiet an der Elsteraue in Plauen. So formulierten Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer und Landrat Dr. Tassilo Lenk die Einweihung des 17 Millionen Euro teuren Betriebshofes der Plauener Straßenbahn am Mittwoch.
Nach drei Jahren Bauzeit sei die Freude doch sehr groß. Gerade die Zusammenlegung von Werkstatt, Abstellhalle, Büros und Leitstelle sei erstrebenswert gewesen. Eng verbunden seien die Schienenfahrzeuge seit 1894 mit dem Stadtbild, die Plauener identifizieren sich mit ,,ihrer“ Straßenbahn. Deshalb werde sich auch für die Erhaltung eingesetzt. Gerade erst seien Verträge für weitere 15 Jahre unterschrieben worden. Acht Millionen Fahrgäste pro Jahr könnten verzeichnet werden.
Beim Um- und Neubau des Betriebshofes sei nicht nur der Zeitplan eingehalten, sondern sogar die geplanten Kosten unterschritten worden. Geschäftsführerin Barbara Zeuner begrüßte Gäste aus Wirtschaft, Handel und Politik und freute sich sichtlich über das Geschaffte. Aufsichtsratsvorsitzender Hansjoachim Weiß sprach seinen Dank an Geldgeber und Mitarbeiter aus, habe er doch selbst einen besonderen Bezug zur Betriebswerkstatt. Fast vierzig Jahre, von 1928 bis 1967 habe sein Vater bei der Straßenbahn gearbeitet.
Auch Lothar Langhof steht die Begeisterung ins Gesicht geschrieben. Viel erzählen kann er über die Geschichte der Straßenbahn, besonders aber die technischen Details sind sein Steckenpferd. In über 40 Jahren hat den Weg vom Schlosser zum Prokurist bestritten. Eine Antwort auf jede Frage hatte er auch gestern beim Rundgang über das Gelände, den sich viele der Gäste nicht entgehen ließen. Die hochmoderne Werkstatt ist schon jetzt auf die Niederflurbahnen vorbereitet, die mittelfristig in den Fahrbetrieb aufgenommen werden sollen. Gerade die Dacharbeitsstände seien dafür notwendig. Bis 2012/2013 sollen 20 neue Bahnen auf dem Gelände ihren Platz finden und auf Schienen durch die Spitzenstadt gleiten.
Am 24./25. April findet ein Tag der offenen Tür für alle Interessierten statt. Dann können Gelände, Werkstatt, Waschanlage und die riesige ,,Garage“ genau unter die Lupe genommen werden. sr
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