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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Mittelalterfest rund ums Schloss Netzschkau

300310 RitterNetzschkau- – Ritter, Recken, Edelmänner, Burgfräuleins und allerlei Vertreter verschiedenster Handwerkskünste holten am Wochenende rund um das Netzschkauer Schloss das Mittelalter zurück in die Gegenwart. Die Cottbusser Coex GmbH hatte zum Ritterturnier und Mittelaltermarkt gerufen – und mehrere tausend Besucher aus dem gesamten sächsisch-thüringischem Umland kamen und wollten sich die Zeitreise nicht entgehen lassen.


Höhepunkte des zweitägigen Spektakels waren zweifellos die Ritterturniere vor dem Schloss. Ritter Schwanenburg, Ritter August der Kahle sowie ein Sarazene bewiesen hoch zu Ross Können, Mut und Geschick bei mancherlei Turnierspielen und kämpften mit der Turnierlanze um den Sieg des Wettstreits.


Allerdings hatten die hehren Herren in diesem Jahr keine sonderlich guten Bedingungen. Der Turnierplatz war durch Tauwetter und Regen aufgeweicht, die Pferde drohten auszurutschen, weshalb die Organisatoren die Zahl der Turniere reduzierten. Den großen und kleinen Gästen blieb dennoch genügend Kurzweil. Gaukler Götz von B. bot Narretei, die Musikanten der Gruppen „Fabula“ und „Cantoris“ salbten die Gehörgänge und forderten zum Tanz, Märchenhexe Chibraxa verteilte Trank, der unverwundbar macht, und unterhielt die Kinder mit Märchen.


Doch damit nicht genug. An über 40 Ständen lockte Kunsthandwerkliches. Feine Geschmeide, historische Gewänder oder Geschnitztes wurden feil geboten, ein Schmied zeigte seine Fähigkeiten, die Kinder drängten ihre Eltern an den Spielzeugständen, das Ritterwaffenarsenal mit Holzschwertern, Holzäxten und Holzlanzen aufzurüsten. Aber nicht nur Schauen und Kaufen durfte und sollte das Volk, an vielen Ständen wurde es auch zum Mitmachen animiert.


Selbstredend war ebenso umfassend und vielfältig fürs leibliche Wohl gesorgt. Speisen von Knoblauchbrot bis Rahmkuchen und süßen Schleckereien verwöhnten den Gaumen. Dazu gab“s labenden Trank wie Ritterbier, Met oder leckere Säfte. Alles in allem war das Ritterturnier ums Netzschauer Schloss erneut Besuchermagnet und gelungenes Vergnügen für die Gäste.  jks

 

2010-03-29




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