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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Die zweite Vogtland Arena

040810 TribünePlauen – „Es ist ein guter Tag für die Stadt und für die Region“, sagt Markus Ulbig. Der sächsische Staatsminister des Innern weihte am Dienstagnachmittag im Vogtlandstadion zusammen mit zahlreichen Vertretern aus Sport, Politik und Wirtschaft die neuen Tribünen ein.


 Für rund 1,7 Millionen Euro wurde die Heimspielstätte des Fußballregionalligisten VFC Plauen in den letzten Monaten teilweise saniert. „Stückweise wurde ein Schmuckstück aus dem Stadion gemacht“, sagt Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer. Gleich als „die zweite Arena im Vogtland“ bezeichnet das neue Stadion Steffen Fugmann vom gleichnamigen Architekturbüro aus Falkenstein. Er nannte bei der Einweihung die Vorteile der Neugestaltungen. Die Tribünen seien nun deutlich dichter am Spielfeld. Es werde damit auch der Eindruck erweckt, die Fans sind näher am Spielgeschehen dran. Würden die einzelnen verbauten Tribünen-Teile hintereinandergelegt, hätten sie eine Länge von dreieinhalb Kilometern, sagt Fugmann.


 Neu sind neben den Tribünen auch die Beschallungsanlage und die Zaunelemente, die nun auch die aktuellen Sicherheitsbestimmungen erfüllen, heißt es. Bereits seit 2002 sei an dem Vorhaben geplant worden.
 Der VFC-Aufsichtsratsvorsitzende Uwe Schmidt erhofft sich von der Stadionsanierung, dass künftig wieder mehr Zuschauer zu den Heimspielen des VFC kommen. „Es ist ein Aushängeschild für die Stadt Plauen“, sagt Schmidt.


 Die Sanierung wurde auch aus Mitteln des Freistaates realisiert. „Es ist ein Gemeinschaftsprojekt“, meint Innenminister Markus Ulbig, der nicht nur wegen der Einweihung in Plauen war, sondern zuvor an einem Tisch mit Landrat Tassilo Lenk und Ralf Oberdorfer saß. Eine so genannte städtebauliche Vereinbarung für die Umgestaltung des ehemaligen Horten-Kaufhauses zum künftigen zentralen vogtländischen Landratsamt wurde unterschrieben. Darin sind auch finanzielle Zuwendungen von Bund und Land besiegelt worden. Demnach liegt die Gesamtinvestition des Mega-Vorhabens bei nun rund 33,5 Millionen Euro.

 

Die Summe kann in drei Bereiche unterteilt werden. Die reinen Baukosten würden 28 Millionen Euro betragen, die Ausstattung des Gebäudes mehr als drei Millionen und ein Parkhaus wird mehr als zwei Millionen Euro verschlingen. Der Spatenstich soll noch in diesem Jahr erfolgen. Die Fördermittel müssen zeitnah verwendet werden, sonst verfallen sie. „Time is Money“, sagt Oberdorfer dazu. Laut Lenk sei nun mit der Unterschrift unter der Vereinbarung die Standortdebatte geklärt. Das künftige Landratsamt soll Ende 2013 oder spätestens Anfang 2014 eingeweiht werden. mar

 

2010-08-03




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