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Herausgeber Wilfried Hub Handikap

Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.

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Kemmlerschule: Baustelle oder Klassenzimmer?

030310 Kemmler-SchulePlauen – Verärgerung machte sich in der letzten Woche in der Kemmler Mittelschule in Plauen, aufgrund einer von der Gebäude- und Anlagenverwaltung (GAV) in der Presse veröffentlichten Mitteilung, breit.

 

Darin hieß es: „Die Sanierungsarbeiten wurden in den Winterferien beendet, so dass das 3. Obergeschoss wieder für den Unterricht nutzbar ist.“ Beim Betrachten der Etage jedoch wird klar, hier ist noch nichts wie es sein soll. Lediglich vier der insgesamt sieben Räume seien nutzbar.

 

Doch allein der Zugang zu diesen Zimmern birgt so einige Hürden. Hochstehende Kanten des Fußbodenbelages und große Löcher darin stellen eine Unfallgefahr dar, zeigt Schulleiterin Karin Rudert. Die Wände im Gang sowie weiteren drei Räumen seien für den Unterricht nicht zumutbar. Zwar strahlen schöne, neue weiße Decken mit Lochplatten zur Schall-Absorbierung der Raumakustik von oben herab, der Rest der Zimmer gleiche jedoch einer Baustelle. „Vielleicht sollten sich die zuständigen Bearbeiter vor Ort ein Bild verschaffen, bevor solche Informationen an die Öffentlichkeit gegeben werden.

 

Unsere Lehrer waren sehr verärgert und auch die Schüler waren entsetzt, dass ihnen dieser Zustand als fertig ‚verkauft‘ wurde. Hier sind wir doch weit entfernt von einer Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen, wenn wir die Mädchen und Jungen hier herauf lassen“, so Rudert. Frühestens in ein bis zwei Wochen könne über die Nutzung der renovierten Bereiche, wie dem Chemiesaal, nachgedacht werden. Zum Tag der offenen Tür geriet auch die Schulleiterin in Erklärungsnot. Viele der Besucher, ehemaligen Schüler und ein Politiker, der sich auch sonst für Bildung engagiert, wollten die „neue“ Etage in Augenschein nehmen. Schnell machte sich Unverständnis breit, als sie in das von einem Absperrband gesicherte, dritte Obergeschoss geführt wurden.


Die Gelder aus den Förderungen seien aufgebraucht. Was aus den Zimmern, die nun so halb-fertig erstmal brach liegen wird, sei bisher noch unklar. Auch die Schule könne das Geld für Malerarbeiten derzeit nicht stemmen oder den Boden überall erneuern lassen. So bedeute es vorerst weiter eine Platzeinschränkung im Schulgebäude. S. Rössel

 

2010-03-02




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