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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Ansturm aufs Wende-Denkmal in Plauen
Plauen - Das Interesse am Plauener Wende-Denkmal ist riesengroß. Immer wieder bleiben die Menschen neugierig stehen, laufen um das frisch enthüllte Monument, klopfen daran und schießen Erinnerungsfotos. Jeder will das Denkmal selbst in Augenschein nehmen und sich ein Bild machen. Das neue Wahrzeichen in der Innenstadt scheint gut anzukommen.
Fast ausschließlich positive Kritiken sind zu hören. „Sehr gelungen“ und „sehr angemessen“, so die mehrheitliche Meinung der Menschen. Bevor am Donnerstag nach dem Festkonzert in der St. Johanniskirche, die Vogtland Philharmonie Greiz-Reichenbach spielte ohne Gage, die Menschen nach Hause gingen, schauten viele noch einmal am Platz des Denkmals vorbei und begutachteten das Monument bei Nacht. Beim Einbruch der Dunkelheit beginnt die „Kerze“ künftig zu leuchten.
Möglich macht dies eine kleine LED-Lampe im Sockel des Monuments, die an das Straßenlicht angeschlossen ist. Anders als im letzten Jahr zur Grundsteinlegung und dem Besuch von Altbundespräsident Horst Köhler blieb die überregionale Berichterstattung in den Medien diesmal eher aus. Auch im Internet sind in den Nachrichtenrubriken bisher vergleichsweise wenig Artikel über die Enthüllung des Denkmals in Plauen zu finden. Live berichtete von der Einweihung nur der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR). Noch ist das Denkmal nicht vollständig finanziert. Gut 90 Prozent sind durch Spenden bereits zusammen gekommen. mar
2010-10-08
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