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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Anlage Fukushima steuert auf Super-Gau zu
Im Kampf gegen den atomaren Super-Gau geraten die japanischen Katastrophenmeiler außer Kontrolle.
Eine Explosion beschädigte erstmals den innernen Schutzmantel eines Reaktors in der Anlage Fukushima Eins (Bild). Der AKW-Betreiber Tepco sprach von einer „sehr schlimmen“ Lage und warnte vor Kernschmelzen. Mittlerweile hat es in vier der sechs Blöcke Explosionen gegeben. Auch in der Hauptstadt Tokio wurden erhöhte Strahlenwerte gemessen.
Die Behörden fürchten, dass vier Tage nach dem gewaltigen Erdbeben und dem Tsunami die Zahl der Toten auf über 10 000 steigt. Die Atomkatastrophe hat mit der Beschädigung des Schutzmantels in Block 2 eine neue Dimension erreicht. Der gewaltige Druck ließ den Reaktorblock stellenweise bersten.
Die Strahlenmesswerte schossen in die Höhe. Japanische Medien schrieben von einem „Wettlauf gegen die Zeit“. Nach Angaben der Regierung sei mittlerweile in drei der vier betroffenen Reaktorblöcke eine Kernschmelze möglich. Die radioaktive Strahlung im Umkreis des Unglücks-Kraftwerks erreichte gefährliche Werte. Die Anwohner im Umkreis von 30 Kilometern wurden aufgefordert, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten. va
2011-03-16
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