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Die Zeit ist schnelllebig. Viel zu schnelllebig. Leider. Die Top-Themen, die noch vor einigen Wochen tagelang die Zeitungsspalten füllten und die Nachrichten beherrschten, werden ganz schnell zum Ladenhüter, zu Themen, von denen die Öffentlichkeit kaum mehr Notiz nimmt. Dabei stellt sich die allgemeine Teilnahmslosigkeit oft genau dann ein, wenn das öffentliche Interesse besonders wichtig wäre. Die Rede ist vom Plauener Traditionsbetrieb Plamag. Anfang der Woche zog sich der nächste Kaufinteressent zurück. Die Zukunft des einstigen Manroland-Werkes ist damit wieder völlig offen. Doch es gab keinen Aufschrei in der Bevölkerung, keine Demonstrationen in der Plauener Innenstadt, keine Statements der Politiker – das Thema zieht nicht mehr.
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Reisemarkt Vogtland mit mehr als 50 Ausstellern
Angebote bis ans Ende der Welt
Plauen – Von Fernweh gepackt wurde so mancher Besucher des Vogtländischen Reisemarktes am Wochenende. Ob mit Schiff, Bus, Flugzeug, auf dem Rad oder zu Fuß – für jeden gab es bei 51 verschiedenen Ausstellern das passende Angebot und wer wollte, konnte auch gleich buchen.
Einen Großteil der Messe in der Plauener Festhalle machten jedoch regionale Anbieter aus. Ob das gesamte Vogtland, Schöneck, Oelsnitz oder Bad Brambach, jeder präsentierte seine Vorzüge. Natürlich machten auch Ausflugsziele wie Hundsgrün, Irfersgrün oder das Pfaffengut gerade den jüngeren Gästen einen Besuch schmackhaft. Auf großes Interesse stieß auch das von 36 getesteten Gebieten auf Platz eins gewählte Obere Rodachtal als Kinderlandregion. Doch auch Tirol, Allgäu und Chiemgau locken Wanderer und Freunde der Berge, die gleich mit typischen Schmankerln verköstigt wurden.
Für all diejenigen die es weiter in die Ferne zieht, gab es beispielsweise einen Vortrag über Ägypten, der nicht nur mehr über das Land erfahren ließ, sondern besondere Ausflugtipps und eventuelle Reiserouten gleich mit lieferte. „Es werden immer speziellere Sachen gewünscht. Ganz individuelle Reisen zum Radfahren, für Trekkingtouren, aber auch Nordlandreisen wie zum Beispiel nach Island“, weiß Nancy Gropp vom Vogtländischen Reisedienst „Holiday Land“. „Für Familien stehen nach wie vor Bulgarien oder die Türkei als Badeurlaub ganz vorn auf der Liste.
Paare entscheiden sich meist mehr für Rundreisen oder Länder wie Marokko und hängen dann einfach noch eine Woche zum Entspannen an.“ Das Team des Reisebüros berät Kunden auf der Neundorfer Straße anhand einer Reisetypbestimmung. „Was möchten Sie in ihrem Urlaub am liebsten machen?, Was darf in Ihrem Reisegepäck keinesfalls fehlen? Was schreiben Sie auf Ihre Ansichtskarte?“, sind ein Teil Fragen, deren Antworten schnell zum geeigneten Urlaubsort führen. Viele kämen jedoch mit recht konkreten Vorstellungen. Und während sich die Erwachsenen ganz in Ruhe mit der Reiseplanung beschäftigten, konnten die kleinen Besucher Holzhäuser bemalen, Indianerschmuck basteln oder sich an verschiedenen Glücksrädern versuchen. So wurde keinem Familienmitglied langweilig und dem Urlaub in diesem Jahr kann jetzt schon entspannt entgegen gesehen werden.
Hochzeitsmesse im Kleinen Saal
Nicht ganz so groß wie der Reisemarkt in der Festhalle, dafür aber sehr exklusiv, war die Hochzeitsmesse im kleinen Saal mit ihren fast 20 Ausstellern. Vom Hochzeitplaner, der für alles eine Komplettlösung bereit hält, Partyservice und verschiedene Hotels, die den besonderen Tag auch ebenso gestalten wollen. Einige riesige Trauringauswahl glänzte verlockend und lud gleich zum Anprobieren ein. Fotostudios berieten über die Möglichkeiten der bildlichen Verewigung und eine Gärtnerei kümmerte sich nicht nur um den passenden Strauß sondern auch die stimmige Blumendekoration auf den Tischen, zu der gegenüber eine Torte ausgesucht werden konnt.
Auch Kirchenvertreter kamen gern mit Paaren ins Gespräch, denn mittlerweile geben sich viele nicht nur auf dem Standesamt das Ja-Wort, sondern schließen den Bund der Ehe auch kirchlich, beziehungsweise entscheiden sich ausschließlich für diese Form. Bei den Haaren sei nach wie vor die Hochsteckfrisur gefragt, bestätigt das Team vom Beauty House. Denise Stöcker vom Kosmetikgewölbe weiß, dass es bei den Nägeln meist klassisch weiß bleibt. „Weiße Spitzen im French-Look mit kleinen Verzierungen sind am meisten gefragt. Es gab aber auch schon ganz farbige Wünsche oder ein Design in Anthrazit, die Kleider werden ja auch immer farbenfroher.“
Natürlich gab es auch Anregungen für die richtige Kleiderauswahl. Insgesamt vier Modenschauen zeigten Klassisches und Modernes in einer musicalangehauchten Show. Ein wenig Unverständnis bei Besuchern aber auch Ausstellern herrschte darüber, dass bei einer vogtländischen Messe die Modenschau und alles was damit von Kopf bis Fuß zusammenhing von oberfränkischen Firmen präsentiert wurde.
Zu einem toll gestylten Brautpaar gehört auf Wunsch letztendlich auch ein besonderes Gefährt. Dabei kann Heinz Laaß aus Lichtentanne behilflich sein. Mit seinen Oldtimern zieht er die Blicke noch mehr auf die frisch Vermählten. Sechs Autos, wie zum Beispiel die Ford A und T- Modelle, aus den Jahren 1903 bis 1930 warten in seinem Fuhrpark auf den Einsatz. Und wer sich nicht vor Ort für alles entscheiden wollte, der nahm Prospekte, Kataloge und Flyer in Stapeln mit nach Hause, um dort nochmals ganz in Ruhe auszuwählen, denn bis zum Traumdatum in diesem Jahr schlechthin, dem 10.10. 2010 sind ja noch ein paar Monate Zeit. S. Rössel
2010-02-22
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